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International

Bewegung im Friedensprozess

Mittwoch, 6. August 2008, 2:33 Uhr, Aktualisiert 07:26 Uhr

Olmert und Abbas reden über Zukunft

Israels Regierungschef Ehud Olmert trifft erstmals seit seiner Rücktrittsankündigung mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas zusammen. Thema ist die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses.

Ehud Olmert und Mahmud Abbas
Olmert und Abbas versuchen Bewegung in den Friedensprozess zu bringen. (reuters)

Bei dem Treffen in Jerusalem solle es um den endgültigen Status der Palästinensergebiete, israelische Strassensperren im Westjordanland und die Freilassung palästinensischer Gefangener gehen, sagte der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erakat.

Der stellvertretende israelische Verteidigungsminister Matan Vilnai bekräftigt, Israel werde eine Öffnung des Rafah-Grenzübergangs zwischen dem Gazastreifen und Ägypten erst nach einer Freilassung des vor mehr als zwei Jahren verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit ermöglichen.

Während einer Besichtigung des Warenübergangs Kerem Schalom sagte er nach israelischen Medienberichten zudem, man plane dort den Bau einer neuen Grenzanlage, die jedoch ebenfalls erst nach einer Beendigung der Affäre Schalit geöffnet werden könne.

Schalit war am 25. Juni 2006 von militanten Palästinensern unter dem Kommando der radikalislamischen Hamas entführt worden.

Es wäre das erste Treffen der beiden seit Olmerts Ankündigung, nach den partei-internen Vorwahlen seiner Kadima-Partei Mitte September sein Amt niederzulegen. Olmert strebt ungeachtet seiner Rückzugsankündigung die Vereinbarung einer Friedensregelung mit den Palästinensern bis Jahresende an der Spitze einer Übergangsregierung an.

Die Fatah-Organisation von Abbas setzt im Westjordanland die Festnahmen von Hamas-Mitgliedern fort. Nach Hamas-Angaben wurden in mehreren Palästinenserstädten insgesamt 15 Menschen in Haft genommen.

Ein ranghoher Anführer der radikalislamischen Hamas aus dem Gazastreifen hat unterdessen mit einer Machtübernahme im Westjordanland gedroht. Wenn die Fatah dort weiter gegen Hamas-Anhänger vorgehe, dann werde es zu «einem Aufstand» gegen die palästinensische Autonomiebehörde kommen, warnte Sami Abu Suhri.

Abu Suhris Äusserungen spiegelten die in den vergangenen Tagen gestiegenen Spannungen zwischen den beiden Palästinensergruppen wider. Ein Bombenanschlag im Gazastreifen, bei dem fünf Hamas-Mitglieder umkamen, löste eine massive Vergeltungsaktion aus, bei der mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden.

(sda/ap/weis)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern

Verfasst am: 6.8.2008 14:37

solange die israelis

den aus ihrem land vertriebenen palästinesern... mehr

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B. Zbinden, Muttenz

Verfasst am: 6.8.2008 10:17

Anders Handeln

Was werden diese 350 Häftlinge nach einer... mehr

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J. Stump, Zürich

Verfasst am: 6.8.2008 7:16

Völliger Quatsch, 2. Teil

Während für die lange sowjetische Herrschaft... mehr

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