Schweiz
«Action-PR» der Armee in der Kritik
Politiker kritisieren Werbefilm
«Die Schweizer Armee will keine Rambos»: Das war die Botschaft, welche die Armeeführung nach dem tödlichen Boot-Unfall auf der Kander zu verbreiten bemüht war. In einem Werbefilm vermittelt die Armee allerdings ein ganz anderes Bild.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Super-Puma-Helikopter, Soldaten in voller Kampfmontur in unwirtlichem Gelände, das Gesicht mit Tarnfarbe angemalt, ständig auf der Hut vor dem Feind. Schüsse fallen, es kommt zum Gefecht. Unterlegt ist das Ganze mit dramatischer Musik und englischem Kommentar. Man(n) wähnt sich in einem Hollywood-Film.
Die Botschaft ist klar: Action ist angesagt. Und dies, obwohl sich der Armeechef nach dem Kander-Unglück noch ausdrücklich gegen dieses Image verwahrt hatte. «Ich kann keine Rambos brauchen, es braucht vernünftig denkende Menschen in der Führung», sagte Roland Nef damals im «Club» des Schweizer Fernsehens von Ende Juni.
Bei Politikern stösst diese Action-lastige Art der Selbstinszenierung auf Kritik. «Solche Filmbeiträge können bei jungen Männern dazu führen, dass ein Bild der Schweizer Armee entsteht, das nicht der Realität entspricht», sagt etwa Peter Malama (FDP/BS), Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission und Oberst. «Dadurch besteht die Gefahr einer Sogwirkung auf gewaltorientierte junge Männer.»
Beim VBS lässt man diese Einwände nicht gelten. «Die Filme richten sich an die Jungen und nicht an Sicherheitspolitiker. Das ist eine andere Generation. Diese Filme zeigen nicht das Bild der Armee, sondern nur das der Grenadiere», so VBS-Sprecher Martin Bühler.
(sf/10vor10/schl)
Meldungen im Tagesverlauf
- Brandkatastrophe in Katar: Mindestens 19 Tote
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid
- ISS-Bewohner packen den Drachen aus


Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
Golden Gate Bridge im Lichterregen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Brandkatastrophe in Katar: Mindestens 19 Tote
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert



















P. Keller, Bern
Verfasst am: 6.8.2008 14:34
Am schlimmsten ist der Blick
Die Blick-Journalisten sind sowas von jenseits... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
O. toneatti, bern
Verfasst am: 6.8.2008 14:22
die kleinen schweizer
möchten halt auch einmal helden sein. etwa so,... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
R. Ronny, Chur
Verfasst am: 6.8.2008 13:14
2 Job = ganze Armee?
In dem ersten Film werden die... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten