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Staat New York verklagt UBS

Donnerstag, 24. Juli 2008, 20:15 Uhr, Aktualisiert 25.07.2008, 14:28 Uhr

Vorwurf: Bank habe Anleger betrogen

In den USA sieht sich die UBS mit einer weiteren Klage konfrontiert. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat eine Zivilklage wegen angeblichen Betrugs bei Wertpapiergeschäften eingereicht. Und auch Texas erwägt Massnahmen gegen die Schweizer Grossbank.

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Weitere Klage gegen UBS

Cuomo wirft der UBS in der veröffentlichten Klage vor, Kunden sogenannte Auction Rate Securities (ARS) als Barmittel-gleiche Anlagen verkauft und sie über die Risiken getäuscht zu haben.

Bei ARS handelt sich um lang laufende Anleihen, deren Zinssatz in kurzen Abständen in Auktionen neu festgesetzt wird. Als Folge der Kreditklemme war der 330 Mrd. Dollar schwere ARS-Markt im Februar zusammengebrochen, so dass die Anleger diese nicht mehr verkaufen konnten.

Cuomo erklärte, während UBS-Mitarbeiter ihren US-Kunden ARS weiterhin als sichere Geldanlage anpriesen hätten, hätten sie selbst Wertpapiere in Höhe von 21 Mio. Dollar abgestossen. Die UBS habe die Wertschriften auch noch verkauft, nachdem Auktionen bereits fehlgeschlagen waren.

«UBS ist mit dieser Vorgehensweise nicht allein, auch andere Institutionen haben teilgenommen, aber UBS ist einer der grossen Spieler», erklärte Cuomo auf einer Medienkonferenz. Nach seinen Angaben sitzen US-Anleger auf illiquiden ARS in Höhe von 25 Mrd. Dollar. Cuomo strebt ein US-weites Urteil an, das den Besitzern den Nominalbetrag ihrer Investments zurückbringen könnte.

Die UBS erklärte, sie werde sich gegen die Betrugsvorwürfe energisch zur Wehr setzen. Es sei frustrierend, dass der Generalstaatsanwalt die Klage eingereicht habe, während die Bank mit seinem Büro verhandle, um den Kunden Liquidität zu verschaffen.

Ende Juni hatte bereits der oberste Finanzmarktaufseher des US-Bundesstaates Massachusetts, William Galvin, gegen die UBS Anklage wegen Betrugs erhoben. Galvin forderte unter anderem, dass die UBS die ARS zum Nennwert zurückzahlt respektive jene Verkäufer entschädigt, die ihre ARS unter dem Nennwert verkauft hatten.

Die UBS hat darauf in der vergangenen Woche angekündigt, ARS für 3,5 Mrd. Dollar zurückkaufen zu wollen. Das Rückkaufprogramm gehe mit anderen Bemühungen der Finanzbranche einher, mit denen der im Februar zusammengebrochene Markt für ARS-Anleihen wieder in Gang gebracht werden solle.

Es wird erwartet, dass die Untersuchungen der beiden Bundesstaaten zu einer Reihe von weiteren Fällen führen werden. Auch andere Banken wie etwa Merrill Lynch, Bank of America oder Deutsche Bank sind von der Sache betroffen.

Der US-Bundesstaat Texas erwägt derweil, die Schweizer Grossbank UBS zumindest teilweise in ihrer Tätigkeit als Wertpapierhändler zu beschränken. Die Massnahme soll so lange gelten, bis der Staat Geld von der Bank zurückbekommen hat, das er in ARS investiert hat.

UBS wies die Ansprüche am Mittwoch als unbegründet zurück und kündigte an, ihre Interessen verteidigen zu wollen. Die Bank führt nach eigenen Angaben ihre Geschäfte in Texas wie üblich fort und arbeitet mit den Behörden zusammen.

(agenturen/godc)

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C. paola, Delèmont

Verfasst am: 26.7.2008 14:44

Endlich

Vielleicht ist es Zeit nach Immobilien... mehr

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B. Hasler, Zürich

Verfasst am: 26.7.2008 5:55

Unmündige U(B)S-Kunden?

Marktteilnehmer müssen selber entscheiden,... mehr

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