International
Angebot für russische Stützpunkte dementiert
Nachrichten falsch interpretiert
Venezuela hat Medienberichte dementiert, wonach Staatspräsident Hugo Chávez bei seinem Besuch in Moskau den russischen Streitkräften Stützpunkte im südamerikanischen Land angeboten habe.
Es sei darüber hinaus auch nicht wahr, dass man russische Waffen im Wert von 30 Milliarden US-Dollar kaufen wolle, teilte die Regierung in Caracas am Mittwoch (Ortszeit) mit. Diese «Fälschung von Nachrichten» sei besorgniserregend, hiess es.
Russische Nachrichtenagenturen hatten berichtet, der Linksnationalist Chávez, der als scharfer politischer Widersacher der USA gilt, habe am Dienstag in Moskau militärische Stützpunkte in seinem Land angeboten und Pläne für Waffenkäufe bekanntgegeben.
Nach Angaben der russischen Agentur Interfax soll über den Kauf von U-Booten, Panzern und Luftabwehrraketen-Systemen verhandelt worden sein.
Die falschen Nachrichten würden nun «mit aller Sicherheit dazu verwendet werden, um das venezolanische Volk hinters Licht zu führen und sogar ein neues Element in der ständigen Kampagne des Imperialismus gegen unser Vaterland zu benutzen», heisst es in der venezolanischen Regierungsmitteilung.
Der Kommunikationsminister machte in erster Linie die russische Agentur Interfax verantwortlich. Man habe Aussagen von Chávez falsch interpretiert. Der Präsident habe in Moskau unter anderem gesagt, Schiffe der russischen Kriegsmarine seien in Venezuela willkommen.
(sda/bosl)
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