Schweiz
UBS entschuldigt sich vor US-Senat
Keine Offshore-Dienstleistungen mehr
Die UBS zieht ihre Konsequenzen aus den jüngsten Problemen im Geschäft mit US-Kunden. Wie die Bank bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des amerikanischen Senats erklärt hat, zieht sie sich aus dem sogenannten Offshore-Geschäft mit US-Bürgern zurück.
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Mark Branson, Finanzchef des Wealth Managements der UBS, entschuldigte sich für einzelne Fehler innerhalb des Bankenkonzerns. Kundenberater der UBS hätten US-Kunden geholfen, mittels Steuervehikeln in Offshore-Ländern den amerikanischen Fiskus auszutricksen.
Branson versprach, dass die UBS eine seit letztem Dezember laufende interne Untersuchung fortsetzen würde. Er bestätigte, dass die Bank rund 19'000 US-Kunden betreue, die kein so genanntes W9-Formular ausgefüllt haben. Mit diesem Formular erlauben Kunden der Bank, ihre Bankbeziehung gegenüber den Steuerbehörden offenzulegen.
Nun werde dieses Geschäft aufgelöst. «UBS wird keine Offshore-Bankleistungen mehr für US-Kunden aus der Schweiz heraus anbieten», sagte UBS-Topmanager Branson.
«Das stellt einen Fortschritt dar», sagte US-Senator Carl Levin, Vorsitzender des Ausschusses zu Steuerparadiesen. «Das neue Verhalten der UBS wird hoffentlich zum Vorbild für andere Banken», sagte Levin weiter. «Wir sind gewillt, mit diesen Verstössen aufzuräumen. Solches Verhalten ist unfair gegenüber den amerikanischen Steuerzahlern.»
Levin kündigte eine zweite Runde des Senats-Hearings für Freitag in einer Woche an.
Die USA hatten derweil die Schweiz um Amtshilfe bei den Ermittlungen der US-Steuerfahnder gegen die UBS ersucht. Die Eidg. Steuerverwaltung werde das Gesuch «analysieren und behandeln», hiess es beim Eidg. Finanzdepartement.
Die US-Steuerbehörde IRS habe das Gesuch um Amtshilfe gestützt auf das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und den USA gestellt.
(sf/sda/bers)
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M. hurni, Bern
Verfasst am: 18.7.2008 10:47
UBS,
eine Entschuldigung ist für mich geradezu... mehr
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