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Sondermüll in Kölliken muss warten

Montag, 14. Juli 2008, 17:06 Uhr, Aktualisiert 17:19 Uhr

Ergebnisse der Risikoanalyse werden abgewartet

Der Rückbau der Sondermülldeponie Kölliken (AG) wird frühestens in einem Monat fortgesetzt. Zunächst sollen die Ergebnisse der Risikoanalyse ausgewertet werden, die nach dem Brand vom 26. Juni angeordnet worden war.

Die Sondermülldeponie Kölliken.
Die Arbeiten in Kölliken ruhen bis die Ergebnisse der Risikoanalyse ausgewertet sind. (keystone)

Nach Abschluss der Analyse werde die Arbeitsgemeinschaft Phönix als Auftragnehmerin die notwendigen Anpassungen an ihrem Rückbaukonzept erarbeiten, teilte das Konsortium der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) mit. Diese müssten anschliessend sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch von der SMDK genehmigt und freigegeben werden.

Wie «Schweiz aktuell» berichtete hatten sich in der Nacht auf den 26. Juni in einem offenen Container in der Manipulationshalle Fassreste entzündet. Die Auswertung der Überwachungskameras und die Laboruntersuchungen ergaben, dass Magnesium in Brand geraten war. Es war dies seit Beginn der Sanierung bereits der dritte Brand durch Selbstentzündung.

Laut SMD-Konsortium brannte das Magnesium mit sehr hoher Intensität während rund vier Minuten. Dabei entstand eine rund acht Meter hohe Stichflamme. Anschliessend sei der Brand in sich zusammengebrochen. Zwei kleine Brandherde seien mit Erdmaterial zugeschüttet worden.

Die Abluftkonzentrationen am Kamin sei während der ganzen Zeit «weit unter den im Normalbetrieb üblichen Werten» gelegen, heisst es in der Mitteilung. Für die Bevölkerung, das Personal und die Umwelt habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Durch den Unterdruck in der Halle hätten keine Schadstoffe in die Umwelt austreten können.

Nach dem Brand wurden die Rückbauarbeiten unverzüglich eingestellt. Zur Ursachenabklärung wurde auch der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich beigezogen.

Überprüft wurde nach dem Brand auch die Tragkonstruktion der Halle. Laut SMDK ist die volle Tragfähigkeit der Hallenkonstruktion weiterhin gewährleistet. Derzeit würden die Schäden an Beleuchtung, Leitungskabeln und an der Brandmeldeanlage repariert.

Die seit 1985 wegen Umweltgefährdung geschlossene Sondermülldeponie wird bis Ende 2012 total saniert. Insgesamt werden 500'000 Tonnen Giftmüll ausgebaggert. Der Rückbau findet in einer riesigen, luftdichten Halle statt.

(sda/sidd)

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M. erker, Dehei

Verfasst am: 15.7.2008 9:48

Sondermüll

Es handelt sich um Sondermüll, welcher aber... mehr

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M. hurni, Bern

Verfasst am: 14.7.2008 17:29

Sondermüll Kölliken,

in Bälde, werden Systeme erfunden, die diese... mehr

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