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Wolfsangriff wird zu den Akten gelegt

Mittwoch, 9. Juli 2008, 13:33 Uhr, Aktualisiert 14:51 Uhr

Strafverfahren zu Unfall im Basler Zolli eingestellt

Der Sturz eines zehnjährigen Schülers ins Wolfsgehege des Basler Zoos im Juni bleibt ohne juristische Folgen. Das eröffnete Strafverfahren ist eingestellt worden. Das Kind befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Das Geländer zum Wolfsgehege im Basler Zoo wird in den nächsten Tagen erhöht.

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Strafverfahren eingestellt

Der Sturz des Knaben in den Wassergraben des Wolfsgeheges sei ohne jegliche Dritteinwirkung geschehen und auch sonst habe sich niemand einer Straftat schuldig gemacht, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt mit. Sie hat deshalb das Verfahren wegen möglicher Verletzung der Aufsichtspflicht eingestellt.

Der zehnjährige Knabe gehörte zu einer 36-köpfigen Schülergruppe, die im Juni in Begleitung der Lehrerin und drei weiteren Aufsichtspersonen aus dem Kanton Freiburg zu einem Zoobesuch nach Basel gereist war. Über die Mittagszeit wurden die Kinder im Zoo vorübergehend unbeaufsichtigt gelassen.

Die Untersuchungsbehörden sind zum Schluss gekommen, dass zehnjährige Kinder durchaus einmal unbeaufsichtigt gelassen werden können, weil der Zoo keine gefährliche oder lebensbedrohliche Situation darstellt. Der Zehnjährige hatte sich in dieser Zeit auf das Geländer zum Wolfsgehege gesetzt, weil die Kinder Fotografien machen wollten. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte in den Wassergraben des Wolfsgeheges. Dort wurde er durch Bisse einer Wölfin am Kopf verletzt.

Der Knabe hat das Spital inzwischen verlassen und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Einem zufällig anwesenden Zoobesucher war es gelungen, den Knaben aus dem Wasser zu ziehen, während eine 14-jährige Helferin aus dem Kinderzoo mit ihrem Rucksack nach der Wölfin geschlagen und das Tier vor weiteren Angriffen abgehalten hatte.

Wegen des Zwischenfalls wird im Basler Zoo das Geländer zum Wolfsgehege in den kommenden Tagen erhöht, wie ein Zoo-Sprecherin erklärte. Für die Wölfin hatte der Angriff auf den Zehnjährigen in ihrem Gehege keine Konsequenzen. Wölfe seien in der Regel scheue Tiere. Die Wölfin sei aber durch den unvermittelten Sturz des Schülers in den Wassergraben ihres Reviers erschrocken und habe sich bedrängt gefühlt, erklärte die Zoo-Sprecherin.

(ap/frua)

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