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International

UNO-Blauhelme in Darfur getötet

Mittwoch, 9. Juli 2008, 19:13 Uhr, Aktualisiert 19:32 Uhr

Von Milizen angegriffen

In der sudanesischen Krisenregion Darfur sind bei einem Angriff unbekannter Milizen sieben Mitarbeiter der gemeinsamen Friedensmission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union getötet worden. 22 Blauhelme sind verletzt worden, sieben von ihnen schwer.

Zwei afrikanische UNO-Blauhelm-Soldaten vor einer kargen Gegend.
UNO-Truppen sind von unbekannten Milizen angegriffen worden. (reuters/archiv)

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Der Angriff ereignete sich bereits am Dienstagnachmittag in Nord-Darfur, teilte eine Sprecherin von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit.

Ban verurteilte den Angriff «aufs Schärfste» und sprach von einem «inakzeptablen Akt extremer Gewalt» gegen die Friedenstruppe UNAMID. Er forderte die Regierung des Sudans auf, alles zu tun, um die Verantwortlichen schnell zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.

Über die Hintermänner des Anschlags teilte die UNO offiziell zunächst nichts mit. Nach Angaben von UNAMID-Vertretern stehen Vertreter der Dschandschawid-Miliz hinter dem Angriff. Die arabische Reitermiliz ist mit der sudanesischen Regierung verbündet. Die UNAMID-Mission soll als neutrale Instanz unbeteiligte Zivilisten beschützen.

Die gemeinsame Friedensmission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union hatte am 1. Januar 2008 ihre Arbeit aufgenommen, nachdem sich die Regierung in Khartum einer Stationierung von UNO-Soldaten lange widersetzt hatte.

(sda/frua)

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