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Wieder mehr Verkehrstote

Dienstag, 8. Juli 2008, 11:23 Uhr, Aktualisiert 09.07.2008, 0:24 Uhr

Statistik der Strassenverkehrsunfälle 2007

Die Zahl der Verkehrstoten auf Schweizer Strassen ist im 2007 erstmals seit vier Jahren wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr nahm sie um vier Prozent zu. Erstmals seit 2003 stieg auch die Zahl der Schwerverletzten.

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Mehr Verkehrstote

Dies geht aus der Statistik der Strassenverkehrsunfälle 2007 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Sie bestätigt weitgehend die Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) vom Frühjahr.

Erstmals seit 2003 sind demnach nicht nur mehr Schwerverletzte (5235 gegenüber 5066), sondern auch mehr Todesopfer (384 gegenüber 370) als im Vorjahr zu beklagen. 2003 bis 2006 war die Zahl der Toten im Strassenverkehr von 546 auf 370 gesunken, 2007 stieg sie um 14 oder 4 Prozent.

Die Zahl der Schwerverletzten hatte 2005 einen vorläufigen Tiefststand mit 5059 erreicht. Die Zunahme 2007 gegenüber 2006 betrug 3,3 Prozent pro Jahr, soviel wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Die Sicherheit der meisten Verkehrsteilnehmenden hat sich seit 2000 verbessert. Dies gilt aber nicht für die Motorradfahrer. Wurden 2000 1199 bei Unfällen verletzt oder getötet, so waren es 2007 1507, eine Zunahme von insgesamt 26 Prozent. Mit 8 Prozent fiel der Anstieg im Jahr 2007 zudem besonders hoch aus.

Die Zahl der verletzten oder getöteten Fussgänger war 2000 bis 2005 zurückgegangen, 2006 und 2007 nahm sie wieder leicht zu.

«Die Sicherheit auf Fussgängerstreifen ist nicht so wie sie sein soll», sagte bfu-Vizedirektor Jörg Thoma gegenüber der «Tagesschau». Dafür gebe es verschiedene Gründe: «Weil die Infrastruktur nicht dem neusten Wissensstand entspricht, weil die Anhaltebereitschaft der Fahrzeuglenker noch ungenügend ist und weil die Fussgänger auch nicht daran denken, dass ein Auto einen Brems- und einen Reaktionsweg hat.»

Bei den Velofahrerinnen und -fahrern ging dagegen die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten seit 2003 laufend zurück.

Während die Zahl der älteren Personen, die im Strassenverkehr ums Leben kommen, im letzen Jahr wieder um 19 Prozent zunahm, sank die Zahl der verunfallten jüngeren Erwachsenen um 7 Prozent.

Die Massnahmen gegen Alkohol am Steuer (Senkung der Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 Promille und häufigere Kontrollen) hatte 2000 bis 2005 zu einem Rückgang der entsprechenden Unfälle geführt. Seither ist die Zahl der Verunfallten mit Alkohol im Blut aber wieder leicht gestiegen.

«Es ist wie bei allen Sicherheitsmassnahmen so, dass diese zu Beginn sehr gut eingehalten werden», so Thoma. Wenn man aber keine Kampagnen mehr mache und es nicht mehr in den Köpfen der Leute sei, gehe die Entwicklung wieder etwas zurück und pendle sich auf einem normalen Mass ein.

Für Thoma ist klar, dass es für die Verbesserung der Infrastruktur oder für die Einhaltung und Durchsetzung der Gesetze mehr Geld brauche, wie er in der «Tagesschau» sagte.

Schon im August soll das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes, «Via sicura», in die Vernehmlassung gehen.

(sda/ap/stom)

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