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«Bankgeheimnis» bestohlen

Dienstag, 8. Juli 2008, 14:17 Uhr, Aktualisiert 14:36 Uhr

Kunstfreund erlag Lockruf des Geldes

Aus einer Kunstausstellung in Giswil/OW sind am Wochenende drei Tausendernoten gestohlen worden. Die Scheine waren Bestandteil einer Installation namens «Bankgeheimnis» und waren schon drei Stunden nach der Ausstellungseröffnung weg.

Nahaufnahme einer Tausender-Banknote.
Die Tausender Noten aus dem Kunstobjekt «Bankgeheimnis» sind weg. (keystone)

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Die Hochschule Luzern - Design & Kunst bestätigte eine Meldung der «Neuen Luzerner Zeitung» (Neue LZ). In der Ausstellung in der «Turbine» in Giswil zeigt das Institut für Kunst die Abschlussarbeiten der Studentinnen und Studenten.

Die Arbeit der jungen Künstlerin Daniela Dändliker heisst «Bankgeheimnis». Sie besteht aus drei Kabinen mit je einer roten Bank. Setzte sich der Besucher, starrte er eine Wand an, auf der mit Fotoecken eine echte Tausendernote befestigt war.

Das Geheimnis, wie auf den Geldschein reagiert wurde, kennt nur die Bank. Sie habe den Betrachter in eine Situation bringen wollen, in der er sich unbeobachtet mit seinem Gewissen auseinandersetzen könne, sagte die Künstlerin der Neuen LZ.

Dass sie mit dem Werk «Bankgeheimnis» eine «Grenzüberschreitung» provoziert, nahm die Kunststudentin in Kauf. Dass die Noten schon drei Stunden nach der Eröffnung der Ausstellung weg waren, überraschte sie aber.

Mehr als den Verlust des Geldes empfindet die bestohlene Künstlerin «den fatalen Eingriff in mein Kunstwerk». Künftige Besucher können es nicht mehr im Originalzustand betrachten.

(sda/godc)

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