Schweiz
Polizei duldet Hardturm-Aktivisten
Friedliches Fest im Alternativ-Dörflein
Die Aktivisten, die seit Freitag im Zürcher Hardturm-Stadion hausen, dürfen bis Sonntagabend bleiben, wenn sie sich gut benehmen. Nach Rücksprache mit den Eigentümern hat die Stadtpolizei beschlossen, das Treiben zu dulden.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Im einstigen Stadion der Grasshoppers herrschte am Samstagabend eine friedliche Pfadilager-Stimmung. Tausende Leute säumen den Platz und die Tribünen. Am Samstagnachmittag wurden ein Ben-Hur-Wagenrennen mit selbst zusammengebauten abenteuerlichen Wagen und andere Aktionen geboten, wie eine Delegation gegenüber den Medien sagte.
Mit der Wochenend-Aktion «Brot & Äktschen» wollten die Linksaktivisten einen Kontrapunkt setzen gegen die verkommerzialisierte EURO 08 mit ihren ausgeklügelten Sicherheits- und Kontrollvorkehrungen, erklärten drei Sprecher des Camps.
Sie wollten zeigen, dass es möglich sei, einen grossen Anlass zu veranstalten ohne besonderen Sicherheitsaufwand, Sponsoring, Vorschriften und Kommerz.
Am Freitagabend waren einige hundert Linksaktivisten ins Stadion eingedrungen. Die Stadtpolizei wollte sie mit Gummischrot und Tränengas davon abhalten und nahm vorübergehend zwei Personen fest. Die Aktivisten kritisierten den Polizeieinsatz am Samstag als völlig überrissen.
Nach Rücksprache mit den Stadioneigentümern zog sich die Polizei später zurück und liess die Aktivisten vorderhand gewähren. In der Nacht auf Samstag feierten diese zusammen mit Anwohnern, die das Camp besuchten.
Ausser rund einem Dutzend Lärmklagen während der Nacht gab es keine Zwischenfälle, wie die Polizei mitteilte. Da auch die Stadion-Eigentümer keinen Strafantrag stellten, entschied das Kommando der Stadtpolizei, die Aktion auf Zusehen hin zu dulden. Abgemacht ist, dass die Aktivisten bis Sonntag 18 Uhr wieder abziehen.
Im Gegenzug erwarte man friedliches und für die Anwohnerschaft erträgliches Verhalten, namentlich was die Lautstärke von Musik und anderen Darbietungen angehe. In einem Communiqué forderte die SVP die sofortige Räumung des Camps.
Den festgelegten Termin wolle man einhalten, versicherten die Sprecher der Aktivisten ihrerseits. Sie hofften aber, dass auch künftig nicht-kommerzielle Aktionen im ausgedienten Stadion stattfinden könnten, und dieses nicht einfach vor sich hin gammle.
Das Hardturm-Stadion steht seit September 2007 leer. Um einen Neubau ist seit Jahren ein juristisches Gezerre im Gange. Namentlich der zu erwartende Schattenwurf des geplanten Bauwerks auf eine Wohnsiedlung in der Nähe sorgt in der Anwohnerschaft für Widerstand.
(sda/widb)
Meldungen im Tagesverlauf
- Monströser Walhai fasziniert Pakistaner
- US-Rechtsprofessor: «Nichts wirkt abschreckender als eine erhängte Bank»
- Hersteller will Preis für Gripen senken
- Antarktis: Russen bohren Rekord-Loch zu Riesensee
- Longos Ehemann wegen Doping verhaftet
- Cancellara in Katar auf dem Podest
- Prominente Gastmoderatoren springen für Nicole Berchtold ein
- Kurvenwunder lassen Knochengerüste alt aussehen
- AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
- Bulgarien: Hausgemachte Flutkatastrophe
- Jan Denli (14) coacht DGST-Kandidaten Deha Cokyasa (17)
- Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr
- Topshop und Abercrombie wollen in die Schweiz – und können nicht
- Volero in der Champions League gescheitert
- Warten auf Griechenland
- Ein Pensionskassen-Experte gibt Auskunft


Tödlicher Unfall: Verfahren gegen Staatsanwältin
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
SVP will keinen kriminellen Zuppiger
«Seegfrörni»: Erste Eisflächen für Schlittschuhläufer freigegeben
Monströser Walhai fasziniert Pakistaner
US-Rechtsprofessor: «Nichts wirkt abschreckender als eine erhängte Bank»
Hersteller will Preis für Gripen senken
Antarktis: Russen bohren Rekord-Loch zu Riesensee
Mann bei Hausbrand in Horw getötet
Jugend ohne Job: UNO warnt vor fataler Entwicklung
Rohrleitungsbruch in der Berner Altstadt
Berlin: Pergamonaltar ab 2014 in Renovation
Die Griechen streiken – Gespräche über Reformen dauern an
Der Schweiz droht der Verkehrsinfarkt
Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

















I. Gnito, Mümliswil
Verfasst am: 6.7.2008 11:44
links Autonome wie UEFA?
Das die links Autonomen seien, wie die UEFA finde... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
P. hintermeister, romanshorn
Verfasst am: 5.7.2008 22:01
SF-Journalisten..
sind halt manchmal anderer Meinung oder falsch... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Stadler, Brunnen
Verfasst am: 5.7.2008 20:18
Kommentar der SF-Journalistin
Der Kommentar am Schluss des TV-Beitrages ist ja... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten