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Linksautonome besetzen Hardturm-Stadion

Freitag, 4. Juli 2008, 21:15 Uhr, Aktualisiert 05.07.2008, 13:37 Uhr

Polizei nimmt zwei Personen fest

Einige hundert Personen aus der linken Szene haben am Freitagabend das leer stehende Zürcher Hardturm-Stadion besetzt. Sie wollen nach eigenen Angaben bis Sonntag eine Gegenveranstaltung zur EURO 2008 abhalten. Die Polizei griff mit Gummischrott ein und nahm zwei Personen fest.

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Besetztes Stadion

Die Aktivisten brachen gegen 18.30 Uhr das seit bald einem Jahr geschlossene Hardturm-Stadion auf und drangen auf das Gelände vor, wie ein Sprecher der Stadtpolizei Zürich sagte. Die ausgerückten Polizisten seien bei ihrem Eintreffen mit Flaschen beworfen worden. Ein Polizist wurde verletzt.

Die Polizisten reagierten mit Gummischrot und Reizstoff und nahmen einen Mann sowie eine Frau fest.

Laut einem Bericht der Mediengewerkschaft comedia handelt es sich bei einer der festgenommenen Personen um einen Fotografen. Die Gewerkschaft protestierte gegen die vorübergehende Festnahme.

Der Fotojournalist Klaus Rozsa sei am Freitagabend von der Stadtpolizei Zürich willkürlich festgenommen und nach mehr als einer Stunde unter Beschimpfungen und Bedrohungen wieder freigelassen worden, teilte die Gewerkschaft mit. Gründe für die Festnahme seien nicht genannt worden, auch habe keine Einvernahme stattgefunden. Comedia sieht einen Verstoss gegen die Pressefreiheit und erwägt rechtliche Schritte.

Bei den Besetzern handelt es sich offenbar um ein paar hundert Personen aus der linken Szene, darunter einzelne Vermummte. Mit zwei Traktoren und ein paar Wagen haben sie Material für ein Fest auf das Gelände transportiert und sind nun mit dem Aufbau beschäftigt.

In einem Communiqué hatten die «AktivistInnen der Subkultur», wie sie sich darin bezeichnen, ihre Aktion gegen 18 Uhr angekündigt. Demnach wollen sie bis am Sonntag «Brotäktschen»-Spiele veranstalten, nach eigenen Angaben eine Gegenveranstaltung zur EURO 2008.

Die Spiele sollen ein klares Statement gegen die Kommerzialisierung des Fussballs und immer mehr öffentlicher Räume sein, heisst es in der Mitteilung.

(sda/ap/sper)

Kommentare aktiv...

E. Brühschwiler, Hinterpfupfigen

Verfasst am: 5.7.2008 13:53

wer hat den ersten stein geworfen?

denken sie bitte etwas nach: warum wohl, wenn... mehr

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E. Brühschwiler, Hinterpfupfigen

Verfasst am: 5.7.2008 13:50

Bravo!

Die Stadt Zürich sollte diesen Leuten dankbar... mehr

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J. Christen, Basel

Verfasst am: 5.7.2008 11:57

Tolle Aktion

Wahrscheinlich wäre es kaum möglich sich durch... mehr

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