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Wirtschaft

Merz kämpft für die UBS

Mittwoch, 2. Juli 2008, 16:16 Uhr, Aktualisiert 20:32 Uhr

Finanzminister äussert sich zur Bank-Krise

Finanzminister Hans-Rudolf Merz will verhindern, dass es in den USA zu einem Steuerbetrugsverfahren gegen die UBS als Unternehmen kommt. Eine Vertretung des Bundes versucht, in diesem Sinn auf die US-Behörden einzuwirken.

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Merz nimmt Stellung
Video Unglückliche UBS Merz nimmt Stellung (02.07.08)
Video Merz nimmt Stellung Unglückliche UBS (02.07.08)

Das vom Bund nach Washington entsendete Team habe den Auftrag, die Kooperation mit den US-Steuerbehörden zu koordinieren, sagte Merz. Der Auftrag der Bundesvertretung bestehe darin, «mit den US-Behörden die richtigen Rechtswege zu suchen».

Amtshilfe bei einzelnen Angeklagten

Merz will verhindern, dass gegen die UBS als Unternehmen ein Verfahren wegen Beihilfe zum Steuerbetrug eingeleitet wird. In diesem Fall, so der Finanzminister, gelte seiner Ansicht nach die Unschuldsvermutung.

Er hoffe stattdessen, dass einzelne US-Steuerpflichtige wegen Steuerbetrugsdelikten angeklagt würden. In einem solchen Verfahren würde die Schweiz auch Amtshilfe bieten.

USA vom Schweizer System überzeugen

Gleichzeitig soll die Bundesdelegation in Washington Imagepflege betreiben. Die Schweiz wolle eine gewisse Kooperationsbereitschaft demonstrieren, um zu zeigen, dass der hiesige Rechtsstaat funktioniere, sagte Merz. Diese Anstrengungen seien in den USA auch goutiert worden.

Merz verteidigte abermals entschieden das Bankgeheimnis. Dieses schütze die grosse Mehrheit jener, die nicht Vermögen vor dem Fiskus verstecken wollten. Dass das Bankgeheimnis wegen der Ermittlungen in den USA nun erneut unter Druck geraten könnte, wollte Merz nicht ausschliessen. In Wellen geschehe dies immer wieder.

Merz nimmt auch Banken in die Pflicht

Der Finanzminister legte den Banken gleichzeitig aber zudem nahe, «innovativer» zu werden. Das Bankgeheimnis könne auch durch andere Produkte gewährleistet werden. Dies aber sei Sache der Unternehmen.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung der UBS verfolge der Bundesrat aufmerksam, sagte Merz weiter. Der erwartete neuerliche Quartalsverlust sei bedauerlich, komme aber nicht ganz überraschend.

Er begrüsse es deshalb, wenn im UBS-Verwaltungsrat personelle Änderungen vorgenommen worden seien. Auch befürworte er, dass demnächst neue Geschäftsmodelle eingeführt werden sollten.

(sda/frua)

Kommentare aktiv...

F. Kaufmann

Emmenbrücke
Verfasst am:
2.7.2008 19:42

 

Go Merz Go

Die US Banken müssen ziemlich mächtig sein.... mehr …

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M. hurni

Bern
Verfasst am:
2.7.2008 19:20

 

Bundesrat Merz,

ich kann Herr Merz sehr gut begreifen. Wissen Sie... mehr …

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