Schweiz
Bauern bangen um Honig
Zwei Proben enthielten zu viel Antibiotika
Die Behandlung des Feuerbrands mit dem Antibiotikum Streptomycin hat auch Einfluss auf den Honig: Bisher sind im Kanton Thurgau zwei Honigproben gefunden worden, deren Streptomycin-Gehalt leicht über dem vom Bund festgelegten Interventionswert liegt. Die Bauern bangen nun um ihren Honig.
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Das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau hat über 700 Honigproben eingesammelt. Es handelt sich dabei um Honig, der von Bienen stammt, deren Standort im Umkreis von drei Kilometern von mit Streptomycin behandelten Obstkulturen liegt.
Bis jetzt wurden zwei Proben gefunden, deren Streptomycin-Gehalt leicht über dem Interventionswert liegt. Diesen Wert hat der Bund bei 0,01 Milligramm pro Kilogramm Honig festgelegt.
Von 623 bisher untersuchten Honigproben konnten 334 nach einer Erstkontrolle freigegeben werden, wie das Departement für Inneres und Volkswirtschaft mitteilte. Bei den übrigen wird eine aufwendigere Zweitkontrolle durchgeführt.
Die Imker, die bisher noch keinen Bescheid bekommen haben, bangen um ihren Honig. Hans Frei gehört zu den Glücklichen, der schon Bescheid vom Labor hat. Er darf seinen Honig wieder verkaufen. Er erklärt aber gegenüber «Schweiz aktuell», dass dieses Jahr wegen der Kontrolle im Thurgau kein frisch geschleuderter Honig in den Verkauf kam.
Die Imker, die noch keinen Bescheid vom Labor haben, dürfen ihren Honig noch nicht verkaufen. Für die betroffenen Imker dürfte die Wartezeit noch maximal sechs Wochen betragen, hiess es.
(sda/sf/sprm)
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