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«Küchenmannschaft gehört nicht auf den Eiger»

Freitag, 27. Juni 2008, 11:30 Uhr, Aktualisiert 13:41 Uhr

Nef nimmt vor seinem Kader Stellung

Armeechef Roland Nef hat sein Kader zum ersten Mal zum Rapport geladen. Der Anlass stand im Zeichen des Unfalls auf der Kander. Dabei fasste Nef nochmals die Konsequenzen zusammen, die er aus dem Unglück gezogen hatte.

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Nef zieht Bilanz

Die Bewältigung und Aufarbeitung des tragischen Bootsunglücks vom 12. Juni nehme die Armeeführung noch immer sehr in Anspruch, sagte Armeechef Roland Nef vor den rund 600 zivilen und militärischen Kaderangehörigen des Departementes Verteidigung in Freiburg.

Erst ein halbes Jahr im Amt, muss sich Roland Nef bereits in der Krisenkommunikation bewähren. Im Nachgang zu dem Unglück hat sich der Armeechef bereits in der Sonntagspresse und in der SF-Sendung «Club» erklärt und seine Konsequenzen präsentiert.

An seinem ersten Kaderrapport hat er diese nochmals in vier Punkten zusammengefasst. Übungskonzepte sowie Konzepte für Kaderausbildung und Kaderübungen, auch Durchhalteübungen, müssten einen Bezug zum Kernauftrag des Verbandes, der Truppengattung haben. Alle mit grossen Risiken behafteten Tätigkeiten ohne Bezug zum Kernauftrag seien verboten.

«Eine Küchenmannschaft gehört nicht die Eigernordwand», sagte Nef im Bezug auf die Tatsache, dass die Verunglückten auf der Kander einer Lufttransportsicherungskompanie angehörten.

Kommandanten und - im Falle der ausserdienstlichen Tätigkeiten - die entsprechenden Verantwortungsträger in den Dachverbänden müssten Übungskonzepte - insbesondere auch die Übungskonzepte der Kaderausbildung und die Konzepte der ausserdienstlichen Tätigkeiten - vor der Phase der Realisierung unter dem Risikoaspekt beurteilen.

Diese Beurteilung muss folgendes beinhalten: Ausbildungsstand von Truppe und Kader, Beizug von Spezialisten, Beurteilung der Umwelt, strikte Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, Prüfung der Konzepte am gesunden Menschenverstand.

In den Schulen sollen Berufsoffiziere und Berufsunteroffiziere vorrangig für die Kaderbetreuung und für die Erziehung der Kader zu Eigenverantwortlichkeit und Risikobewusstsein eingesetzt werden.

Im zweiten Teil des Kaderrapports zog Armeechef Nef eine mehrheitlich positive Bilanz seines ersten halben Amtsjahres. Er verfüge über gute und kompetente Kader, stellte Nef befriedigt fest, doch seien Personalplanung, -führung und Gewinnung noch verbesserungsfähig.

(sda/widb)

Kommentare aktiv...

M. hurni, Bern

Verfasst am: 27.6.2008 18:19

Roland Näf,

ich bin mir sicher, dass Sie es schaffen werden... mehr

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T. Müller, Münchenbuchsee

Verfasst am: 27.6.2008 17:05

Es wäre vielfach so einfach ....

... aber es wird oft, weil man als... mehr

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