Schweiz
Zivilleben birgt mehr Gefahren als Militärdienst
Gleiches Risiko bei Soldaten und Beamten
Der Militärdienst ist trotz schlagzeilenträchtiger Unfälle statistisch weniger gefährlich als das Zivilleben. Im Schnitt passieren gemäss einer Suva-Statistik im Militär weniger Unfälle als im Berufs- und Privatleben.
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Pro 1000 vollbeschäftigte Berufstätige registrierte die Suva im Jahr 2006 im Zivilbereich 64 mittlere und schwere Unfälle - im Militär waren es im gleichen Jahr nur 40. Eine Sprecherin der Suva bestätigte die Zahlen aus einer Statistik, welche die «Berner Zeitung» publik machte.
Die Studie berücksichtigt für Zivilpersonen sowohl Berufs- als auch Freizeitunfälle. Für das Militär flossen nur Angaben der Milizangehörigen in die Statistik. Die Zahlen veränderten sich in den berücksichtigten Jahren 2001 bis 2007 kaum. Nicht mitgezählt sind aber kleinere Unfälle.
Im Baugewerbe passierten mit 145 mittleren und schweren Unfällen pro 1000 Vollbeschäftigte deutlich mehr Unfälle als im Militär. Einen ähnlichen Wert wie das Militär weisen mit 36 bis 40 Unfällen Berufstätige in der öffentlichen Verwaltung auf.
Wird die Zahl der Unfalltoten verglichen, entpuppt sich das Militär ebenfalls als verhältnismässig sicher. Allerdings sind die Fallzahlen zu gering für aussagekräftige Schlüsse, wie die Suva-Sprecherin sagte.
Das Militär geriet am 12. Juni wegen eines Bootsunfalls im Berner Oberland in die Schlagzeilen. Zehn Personen verunfallten in der Nähe von Wimmis (BE), als sie mit zwei Schlauchbooten auf der Kander unterwegs waren. Vier Armeeangehörige starben; ein weiterer gilt noch immer als vermisst. Fünf Personen wurden verletzt.
(sda/bers)
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