Schweiz
Basel hilft deutsch-türkischer Freundschaft
Alle wollen friedlichen EURO-2008-Halbfinal
Im Vorfeld des Halbfinales in Basel wird in Deutschland die deutsch-türkische Freundschaft beschworen. Statt auf Konfrontation setzt die Boulevardpresse für einmal ganz auf Harmonie. Zum letzten-EURO-2008-Spiel in der Schweiz werden bis 100'000 Menschen erwartet. Trotzdem erwarten die Organisatoren in Basel vor allem ein friedliches Fussballfest.
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Es sei «das Spiel des Jahres», schrieb die Zeitung «Bild» auf ihrer Website. Wie es ausgehe, sei (fast) egal, am Ende seien alle nur eines: Fussballfans. «Tausende Deutsche werden zusammen mit türkischen Freunden das Spiel schauen und friedlich miteinander feiern», prognostizierte die Zeitung. Auch ihr türkisches Pendant, die «Hürriyet», setzt ganz auf ein friedliches Fussballfest.
Das grösste Fest wird am Mittwoch wohl in Berlin gefeiert. Allein auf der Fan-Meile am Brandenburger Tor werden rund 500'000 Besucher erwartet, fünfmal mehr als am Austragungsort. Die Veranstalter hoffen auf eine Stimmung wie während der Fussball-WM 2006.
In Basel werden zum Spiel 80'000 bis 100'000 Menschen erwartet, davon rund 50'000 deutsche und 20'000 bis 30'000 türkische Fans. In den Fanzonen finden insgesamt rund 50'000 Menschen Platz. Auch verkehrstechnisch werden grosse Dimensionen erreicht: die SBB setzt 242 Extrazüge ein.
Trotz der kulturellen Unterschiede schätzen die Organisatoren die Sprengkraft des Spiels nicht höher als sonst ein. Der Basler EURO-Delegierte Hanspeter Weisshaupt stuft das Halbfinale als «Spiel mit mittlerem Risiko» ein. Die Basler Behörden betonen im Zusammenhang mit Sicherheitsfragen, dass die Türkinnen und Türken gut integriert seien.
Auch die Basler Politiker mit türkischen Wurzeln, Grossrat Mustafa Atici und Grossrätin Sibel Arslan, befürchten für das Halbfinale in Basel keine grösseren Probleme. In Deutschland sei die türkische Bevölkerungsgruppe «ein grosses Thema», in Basel nicht, sagt Atici.
Die Normalität des Zusammenlebens zeige sich gerade während der EURO 2008: Als die Schweizer Nationalmannschaft gespielt habe, seien in vielen türkischen Geschäften neben türkischen auch Schweizer Fahnen zu sehen gewesen.
Atici gibt weiter zu bedenken, dass ein grosser Teil der türkischen Bevölkerung Basels Kurden sind. Diese würden natürlich nicht mit dem türkischen Team mitfiebern. Doch ein grosses Konfliktpotenzial stelle auch dies nicht dar.
(sda/frua)
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C. Manthei, Olten
Verfasst am: 25.6.2008 10:47
seltsam
nach dem fast irrationalen Geschreibe um die... mehr
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