Schweiz
Armee sucht weiter nach vermisstem Offizier
Untersuchungsergebnisse in Aussicht gestellt
Knapp zwei Wochen nach dem Schlauchboot-Unfall auf der Kander bei Wimmis (BE) wird noch immer nach einem Vermissten gesucht. Ende Woche will die Armee über das weitere Vorgehen entscheiden.
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Dies gab der Armeesprecher bekannt. Rund 60 Armeeangehörige seien seit Montag am untersten Abschnitt der Kander und am Thunersee im Einsatz. Die Militärjustiz ihrerseits will am Freitag über den Stand ihrer Untersuchungen zum Unfall vom 12. Juni informieren.
Der Unfall war auch ein Thema in den Sicherheitspolitischen Kommissionen (SIK) beider Räte. Beide liessen sich von Bundesrat Samuel Schmid und Armeechef Roland Nef informieren. Politischen Handlungsbedarf sehe die nationalrätliche Kommission vorderhand nicht, sagte ihr Präsident Bruno Zuppiger (SVP/ZH).
Die Aufklärung des Unfalls sei Sache des Militärs. Die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) sei in den Kommissionen nicht in Erwägung gezogen worden, sagten Zuppiger und FDP-Ständerat Hans Altherr (AR), Präsident der Schwesterkommission. Auch sie pochte auf eine rasche Aufklärung.
Der Bundesrat hat derweil Kenntnis von der Demission von Korpskommandant Walter Knutti genommen. Das Verteidigungsdepartement (VBS) wird die Modalitäten dieses Abgangs dem Bundesrat nach der Sommerpause vorlegen.
Interimistisch werde die Luftwaffe von Divisionär Markus Gygax geführt, sagte Bundesratssprecher Oswald Sigg vor den Bundeshausmedien. Luftwaffenchef Knutti hatte seinen Hut nehmen müssen, weil ihm Regelwidrigkeiten bei der Kaderselektion vorgeworfen werden.
Laut Armeechef Roland Nef hatte Knutti mehrere Vorschläge für einen Lehrgang für Generalstabsoffiziere nicht überprüft. Darunter war auch der Kommandant der vom Bootsunglück auf der Kander betroffenen Lufttransport Sicherungskompanie 3.
(sda/bers)
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H. Wälti, Bern
Verfasst am: 25.6.2008 23:09
Vermisster Offizier
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