Schweiz
Nef: «Ich will keine Rambos»
Armeechef nimmt Stellung im «Club»
Nach dem tragischen Bootsunfall auf der Kander steht die Armee in der Kritik. Roland Nef, der Chef der Armee, stellt sich in der SF-Sendung «Club» den Fragen, welche die Bevölkerung bewegen: Wie gefährlich leben Soldaten im Militärdienst? Welche Befehle dürfen sie verweigern? Befördert die Armee die falschen Leute?
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Armeechef Roland Nef sagte im «Club», ihm sei die Tragödie sehr nahe gegangen, er sei sehr bestürzt. Auch Nef hat keine Erklärung für das Unglück: «Ich habe auch Fragezeichen. Was sucht eine solche Sicherungskompanie auf der Kander?»
Nef hat bereits Konsequenzen gezogen: Er hat Übungen, die nicht zu den Kernaufgaben einer Kompanie gehören, verboten. Ob dies der Fall sei, könne am Material erkannt werden, sagte Nef. Wenn eine Kompanie Material bestellt, das sonst in dieser Kompanie nicht gebraucht wird, müssen bei den Vorgesetzten Alarmglocken läuten.
Zudem hatte er dem Chef der Luftwaffe, Walter Knutti, empfohlen, zu demissionieren. Grund dafür war, dass in dem Selektionsverfahren für den Lehrgang 08 in der Luftwaffe Fehler passiert waren. Knutti habe nicht die nötige Sorgfaltspflicht walten lassen, sagte Nef.
Bei der Kaderselektion sieht Nef noch viel Handlungsbedarf. «Ich kann keine Rambos brauchen, es braucht vernünftig denkende Menschen in der Führung», betont der Armeechef.
«Wir müssen dafür sorgen, dass wir die Richtigen rausnehmen, diejenigen welche übertrieben eine solche Kaderfunktion anstreben, die schauen wir ganz genau an. Die richten mehr schaden an, als sie nützen.»
Ein Soldat dürfe zudem einen Befehl seines Vorgesetzten verweigern, wenn ihm eine Übung zu riskant erscheine, sagte Nef weiter. Es bestehe ein Recht auf körperliche Integrität.
Nef verspricht, dass er die nötigen Konsequenzen ziehen werde, damit der Tod der Soldaten auf der Kander nicht sinnlos war. «Ich werde alles daran setzen, dass solche Fehler nicht mehr passieren.»
Nicht Stellung beziehen wollte Nef zur ausserdienstlichen Vereinigung «Swiss Army Group», der die Verunglückten angehörten und die vom verantwortlichen Kompaniekommandanten geleitet wird. Er kenne diese Gruppe nicht, sagte er.
Bei solchen ausserdienstlichen, paramilitärischen Vereinigungen handle es sich um private Vereine von Leuten, «die sagen: Jetzt machen wir ein bisschen Militär». Er habe aber keine Möglichkeiten, diese einzuschränken. «Dies ist ein Wildwuchs, der auch Ausdruck unserer Gesellschaft ist.»
(sf/sda/sprm/halp)
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M. hurni, Bern
Verfasst am: 25.6.2008 13:53
Roland Näf,
nein: Herr Näf hat gestern Abend gar keine... mehr
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M. Weisshaupt, Engi
Verfasst am: 25.6.2008 13:22
kann dies nur bestätigen...
...was Herr Schlappritzi sagt. Gegenüber... mehr
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R. Schlappritzi, Arbon
Verfasst am: 25.6.2008 12:16
Dummes Zeug
Klar kann man einen Befehl verweigern und das... mehr
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