Schweiz
Fanansturm in Basel erwartet
Keine zusätzliche Fanzonen
Die Host City Basel rüstet sich für ihr letztes Spiel als Austragungsort der Fussball-Europameisterschaft. Erwartet werden zum Halbfinal zwischen Deutschland und der Türkei am Mittwochabend 80'000 bis 100'000 Menschen.
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Der Basler EURO-2008-Delegierte Hanspeter Weisshaupt rechnet mit rund 50'000 deutschen und 20'000 bis 30'000 türkischen Fans, wie er vor den Medien sagte. In den Basler Fanzonen finden insgesamt rund 50'000 Menschen Platz. Als Alternative bieten sich zahlreiche Gaststätten an, in denen das Spiel ebenfalls mitverfolgt werden kann.
Auf eine zusätzliche Fanzone auf dem Claraplatz im Kleinbasel wurde laut dem EURO-2008-Delegierten aus technischen und finanziellen Gründen verzichtet. Dagegen soll das Spiel auch auf dem Marktplatz auf Grossleinwand übertragen werden, falls die offiziellen Fanzonen voll sind. Auf dem Marktplatz finden rund 12'000 Menschen Platz.
Auf dem Kasernenareal wurde die Kapazität seit dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft in Basel von 12'000 auf 18'000 Plätze erhöht. Am Rheinufer und auf dem Münsterplatz können 10'000 Fans den Halbfinal unter freiem Himmel miterleben.
Offiziell wird der Halbfinal wie alle bisherigen Spiele in der Schweiz als Match mit mittlerem Risiko eingestuft, wie Weisshaupt sagte. Nach Einschätzung der Verantwortlichen der Host City Basel kann indes bei diesem Spiel eher etwas passieren als bei den fünf bisherigen. Entsprechend habe man sich vorbereitet.
Details über das Sicherheitskonzept wollte Klaus Mannhart, Sprecher des Basler Sicherheitsdepartements, wie üblich nicht preis geben. Wie schon beim Grossaufmarsch der Holländer am Samstag - damals befanden sich rund 180'000 Menschen in der Stadt - sei die Polizei jedoch mit einem Maximalaufgebot präsent.
Stärker als bei den früheren Spielen werden in Basel am Mittwoch laut Mannhart Schweizer Polizisten im Einsatz stehen, die von den übrigen drei Austragungsorten abgezogen wurden. Das Kontingent von Polizisten aus Deutschland ist dagegen kleiner als bisher. Dazu kommen rund zwei Dutzend türkische Polizisten.
Nach Informationen der Host City-Verantwortlichen werden viele Fans aus Deutschland, weil sie arbeiten müssen, erst am späteren Nachmittag und mit dem Auto nach Basel fahren. Sie werden in die offiziellen Parkräume in Pratteln (BL) und Aesch (BL) gewiesen, von wo aus der Shuttle-Service mit Bussen verstärkt wird. Alle sollen rechtzeitig zum Anpfiff in Basel sein, wie es hiess.
Besser klappen als beim Viertelfinal zwischen Deutschland und Portugal sollte nach Angaben Weisshaupts der Rücktransport der deutschen Fans mit der DB. Die Deutsche Bahn habe letzte Woche den Ansturm der Fahrgäste etwas unterschätzt, sagte der EURO-2008-Delegierte. Am Mittwoch sollten nun die Fans besser wegkommen.
(sda/hesa)
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