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Unglücks-Kommandant nicht mehr überwacht

Montag, 23. Juni 2008, 13:10 Uhr, Aktualisiert 16:46 Uhr

Armee setzt Suche nach Vermisstem fort

Nach dem Militärunglück auf der Kander vom 12. Juni wird die Suche nach dem Vermissten bis auf Weiteres fortgesetzt. Derweil wird der verantwortliche Kompaniekommandant nun nicht mehr von der Militärpolizei überwacht.

Schwarzumrahmte Fotos der tödlich verunglückten Militärangehörigen.
Nach dem Militär-Unfall mit vermutlich fünf Toten hat die Militärpolizei die Überwachung des Kommandanten aufgehoben. (reuters)

Nach einer Hausdurchsuchung am Wohnort des Kompaniekommandanten am letzten Donnerstag und der inzwischen abgeschlossenen Befragung habe der Untersuchungsrichter die Bewachung aufgehoben, sagte eine Sprecherin der Militärjustiz.

Die Bewachung des verletzten Kompaniekommandanten war eine Ersatzmassnahme für die Untersuchungshaft. Zum jetzigen Zeitpunkt sei die gesetzliche Grundlage für eine solche Ersatzmassnahme nicht mehr gegeben, führte die Sprecherin aus.

Bei dem Unglück kenterten bei Schwellen in der Kander zwei Militärschlauchboote. Vier Offiziere kamen ums Leben, fünf weitere Soldaten wurden verletzt, ein Armeeangehöriger wird noch vermisst.

Die Armee setzt die Suche nach dem Vermissten bis auf Weiteres fort. Schwergewichtig soll auf der Oberfläche gesucht werden. Gegen Ende Woche soll über den weiteren Verlauf der Suche entschieden werden, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mit.

Die nächtlichen Suchaktivitäten sollen nach Rücksprache mit den Spezialisten der Seepolizei eingestellt werden. Die Seepolizei legt das Schwergewicht ihres ordentlichen Dienstbetriebs auf den unteren Seeteil und kann die Suche jederzeit innert kürzester Zeit unterstützen. Geprüft wird zudem ein erneuter Einsatz des Sonargeräts zur Abtastung des Seeuntergrunds.

(sda/bosy)

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