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FBI könnte Schweizer Untersuchung überwachen

Sonntag, 22. Juni 2008, 16:01 Uhr, Aktualisiert 23.06.2008, 9:23 Uhr

UBS-Steueraffäre in den Vereinigten Staaten

In der Steueraffäre der Grossbank UBS könnten amerikanische Beamte der US-Bundespolizei FBI die Untersuchungen in der Schweiz überwachen und hier Kundendaten einsehen.

Logo der UBS.
Sehen FBI-Agenten bald UBS-Kundendaten ein? (reuters)

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«Im Rahmen eines Rechtshilfeverfahrens ist es möglich, dass ausländische Beamte bei Untersuchungen anwesend sind», sagte Folco Galli, Sprecher des Bundesamtes für Justiz (BJ), zu einer Meldung der Zeitung «Sonntag». «Sie dürfen die Handlungen aber nicht selber durchführen, das obliegt den Schweizer Behörden.»

Allerdings könnten sie bei Hausdurchsuchungen, Dokumentenbeschlagnahmungen oder Einvernahmen zugegen sein. Noch ist aber nicht bekannt, ob die Schweiz in dem Fall Rechts- oder Amtshilfe leistet. Ein entsprechendes Gesuch der US-Staatsanwälte um Zusammenarbeit war am 11. Juni eingereicht worden.

Zur detaillierten Besprechung reiste am Freitag eine Delegation mit Vertretern des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD) sowie des BJ nach Washington. Zu den Ergebnissen wollte sich Galli nicht äussern.

Die US-Steuer- und Justizbehörden verlangen von der UBS die Kundendaten von bis zu 20'000 reichen US-Amerikanern. Angesichts dieses Angriffs auf das Bankgeheimnis rät der Präsident der Schweizer Privatbankier-Vereinigung, Konrad Hummler, kühlen Kopf zu bewahren.

Was in den USA derzeit abgeht, sei eine Episode in einer Reihe von ganz vielen Episoden, sagte Hummler im «Tages-Anzeiger» vom Samstag: «Das ist jetzt gewiss nicht dramatischer als früher. Ich glaube dank der vielen Rechtshilfeabkommen und des Zinsbesteuerungsabkommens mit der EU steht die Schweiz viel komfortabler da als vor zehn Jahren.»

Der Fall Birkenfeld stelle keine grosse Gefahr für das Schweizer Bankgeheimnis dar. Das Verhältnis zu den USA sei «eigentlich nicht wirklich ein Problem, denn der Fall Birkenfeld dürfte nicht unter das Bankgeheimnis fallen». Denn dabei gehe es wahrscheinlich nicht um einfache Steuerhinterziehung, sondern um Steuerbetrug.

«Dinge wie Diamantenschmuggel in der Zahnpastatube stellen kein Problem dar, da diese auch nach Schweizer Recht strafbar sind», sagte Hummler.

Der ehemalige UBS-Vermögensverwalter Bradley Birkenfeld hatte sich am Donnerstag vor einem Bundesgericht in Florida der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt. Er gestand, einem reichen Immobilien-Unternehmer geholfen zu haben, 200 Mio. Dollar vor den Steuerbehörden zu verbergen.

(sda/widb)

Kommentare aktiv...

M. Strässle, Romanshorn

Verfasst am: 24.6.2008 1:33

Menschen

Wie viel braucht es, um zu erkennen, das diese... mehr

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P. Müller, Luzern

Verfasst am: 23.6.2008 18:33

War nicht

auf den Artikel bezogen. Lediglich eine... mehr

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M. hurni, Bern

Verfasst am: 23.6.2008 14:06

FBI,

die Amerikaner machen und können alles. Vielles... mehr

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