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Schneeschmelze lässt Kanderpegel steigen

Samstag, 21. Juni 2008, 16:03 Uhr, Aktualisiert 16:50 Uhr

Neue Suchmannschaft an der Kandermündung

Die Suche nach dem fünften Opfer des Unglücks auf der Kander wird mit unvermindertem Aufwand fortgesetzt. Die bisherige Suchmannschaft wurde durch frische Kräfte abgelöst. Die Suchtrupps erhoffen sich Unterstützung von der verstärkten Schneeschmelze.

Armeeangehörige versuchen eines der gekenterten Schlauchboote zu bergen.
60 Helfer beteiligten sich am Wochenende an der Suche nach dem letzten Vermissten. (keystone)

Übers Wochenende standen rund 60 Militärpolizisten, Angehörige des Katastrophenhilfe-Bereitschaftsverbandes und der Genie- und Rettungstruppen im Einsatz.

Die hohen Temperaturen führen zu einer stärkeren Schneeschmelze und damit zu höheren Pegelständen in der Kander. Davon erhoffen sich die Helfer bessere Chancen, den letzten Vermissten doch noch zu finden. Dies, weil der Körper des Mannes so an die Oberfläche gespült werden könnte.

Die Suche konzentriert sich aus Sicherheitsgründen auf die Kandermündung und das angrenzende See- und Ufergebiet. Dabei werden laut dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport auch zwei Leichensuchhunde eingesetzt.

Für die Oberflächensuche auf dem See stehen weiterhin Tag und Nacht Armeeboote im Einsatz. Anfang nächster Woche wird gemeinsam mit den Spezialisten der Seepolizei über eine Anpassung der Suchmethode und den weiteren Verlauf der Suche entschieden.

Zehn Kaderleute der Lufttransport-Sicherungskompanie 3 waren am 12. Juni beim Kentern zweier Schlauchboot in die Kander gestürzt. Vier Offiziere wurden tot geborgen, einer wird noch vermisst. Die andern fünf Wehrmänner wurden beim Unfall verletzt.

(ap/bisj)

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