Schweiz
«Absetzung von Knutti bringt nichts»
«Arena» zum Kander-Drama
In der gestrigen «Arena» auf SF 1 haben Politiker und Experten über den zweiten Armee-Unfall innert Jahresfrist debattiert. Von Links bis Rechts ist man sich einig, dass die Absetzung des Luftwaffen-Chefs Walter Knutti alleine keine Lösung des Problems darstellt.
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Laut dem Zürcher SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger sind bei der Vorbereitung der Ausbildungseinheit auf der Kander viele Fehler passiert. Josef Lang, Nationalrat der Grünen aus Zug fragt sich, ob dies Zufall sei oder es bei der Armee grundsätzliche Probleme gäbe.
Pius Segmüller, CVP-Nationalrat aus Luzern, sieht das Problem in den Reformplänen. «Die Armeereform, die wir hinter uns haben und die noch nicht ganz abgeschlossen ist, ist eine Riesenreform. Und Sie wissen alle: Bei jeder Organisation, die sich reformiert, gibt es irgendwelche Fehler», sagt Segmüller. Beni Gafner, Buchautor und Militärfachmann erinnert indes daran, dass es sehr wohl Übungen gebe, die nicht direkt im Kontext des Kernauftrages stünden und trotzdem Sinn machten.
Ausserdem beklagt sich Zuppiger, dass über die Armee in den Medien meistens nur negativ berichtet wird. «Jetzt sind rund um die Euro 15’000 Soldaten im Dienst. Wir haben eine gute, schöne, unfallfreie und gesicherte Euro durchführen können in diesem Land. Davon haben Sie überhaupt nichts gehört in den letzen zwei bis drei Wochen»
Für Lang sind mit dem Abgang von Luftwaffenchef Walter Knutti die wichtigsten Probleme in der Armee nicht geregelt, und auch Tom Cassee von der «Gruppe für eine Schweiz ohne Armee» glaubt nicht an eine Besserung. «So lange für die Armee weiterhin Gehorsam als oberstes Prinzip gilt, wird das mit den Unfällen auch so weiter gehen.»
(sf/widb)
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J. Simon, erlach
Verfasst am: 21.6.2008 16:33
`Äusserster Gehorsam`
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