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International

Ausschreitungen nach Match in Wien

Samstag, 21. Juni 2008, 3:32 Uhr, Aktualisiert 06:35 Uhr

Schlägereien zwischen türkischen und kroatischen Fans

Nach der Viertelfinalbegegnung zwischen Kroatien und der Türkei an der Fussball-Europameisterschaft ist es in Wien zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei musste in der Nacht auf Samstag die verfeindeten Fangruppen vor allem im Bezirk Ottakring, in dem auch viele Türken und Kroaten wohnen, voneinander trennen.

Fans stehen vor einer Polizeiblockade.
In Wien herrschte nach dem Spiel Türkei-Kroatien der Ausnahmezustand. (reuters)

Flaschen und Feuerwerkskörper seien gegen die jeweils andere Seite und gegen die Polizei geworfen worden. Auch mit türkischen Flaggen geschmückte Häuser seien angegriffen worden, wie die Polizei mitteilte.

Zuvor sei es bereits in der Wiener Fanzone zu Schlägereien zwischen türkischen Fans und Anhängern der schliesslich im Penaltyschiessen unterlegenen kroatischen Mannschaft gekommen, hiess es weiter. Es habe mehrere Leichtverletzte gegeben. Bis Mitternacht wurden 25 Personen ins Spital eingeliefert.

Die Sicherheitskräfte versuchten durch Abriegelungen, Einkesselungen und punktuelle Festnahmen die Lage in den Griff zu bekommen. Erst nach knapp drei Stunden entspannte sich die Situation allmählich. Die Ausschreitungen waren offenbar von einer Minderheit angezettelt worden, die laut kroatischen Anrainern nicht aus Wien stammen.

Einige Fans versuchten immer wieder, beruhigend auf ihre Landsleute einzuwirken. Viele in der Bundeshauptstadt ansässige Kroaten äusserten lautstark ihren Unmut und applaudierten, als die Randalierer abgeführt wurden.

Zu einer weiteren Auseinandersetzung kam es Polizeiangaben zufolge in der Märzstrasse. Dort waren rund 100 türkische Fans an einem kroatischen Lokal vorbeigezogen und hatten den gegnerischen Anhang provoziert. Die Polizei brachte die Lage relativ schnell unter Kontrolle.

In den Gassen rund um den Yppenplatz feierten die Türken bis in die Morgenstunden ausgelassen den Erfolg ihrer Nationalmannschaft. Mit Trommeln und Blasinstrumenten verwandelten sie die Gegend um den Brunnenmarkt in eine orientalische Partymeile. Der Einzug ins Halbfinale der EURO 2008 wurde mit Tanz, Musik und Jubelgesängen auf den Strassen zelebriert.

(sda/bosl)

Kommentare aktiv...

L. dert, zollikerberg

Verfasst am: 23.6.2008 16:48

fortsetzung

und zu deinem Rassismusvorwurf: Nur lächerlich,... mehr

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L. dert, zollikerberg

Verfasst am: 23.6.2008 16:43

mich aber schon......

wenn ich deinen Kommentar lese....Deine Aussage... mehr

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T. Braunwalder, Zürich

Verfasst am: 21.6.2008 13:34

bringt mich nicht zum lachen...

vielleicht einfach mal die typisch schweizerische... mehr

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