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Lufwaffen-Chef Knutti tritt zurück

Freitag, 20. Juni 2008, 17:12 Uhr, Aktualisiert 22:00 Uhr

Kander-Drama deckt Unregelmässigkeiten auf

Der Chef der Luftwaffe, Korpskommandant Walter Knutti, tritt per sofort zurück. Armeechef Roland Nef hat ihn aufgefordert Konsequenzen zu ziehen, weil im Zusammenhang mit dem Bootsunfall auf der Kander Unregelmässigkeiten bei der Kaderselektion ans Licht gekommen waren.

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Kommandant der Luftwaffe tritt zurück

Ausschlaggebend für die Demission sind nicht vorschriftsgemässe Abläufe in der Kaderselektion bei der Luftwaffe. Diese Unregelmässigkeiten seien bei internen Überprüfungen nach dem Bootsunglück zu Tage getreten, hiess es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

So hat Knutti mehrere Vorschläge für einen Lehrgang für Generalstabsoffiziere nicht überprüft, wie Nef am Freitag vor den Bundeshausmedien sagte. Darunter war auch der Kommandant der vom Bootsunglück betroffenen Lufttransport Sicherungskompanie 3.

Der Chef der Armee hatte diesen aber noch vor dem verhängnisvollen Unfall zurückgestellt, weil er das Mindestalter für die Einberufung zum Generalstabslehrgang 1 nicht erfüllte. Nach Angaben von Nef wurde dessen Dossier nach dem Unglück noch einmal überprüft, worauf die Vorschriftswidrigkeit ans Licht kam.

Die Verantwortung für die Selektion trage der Kommandant der Luftwaffe, Korpskommandant Knutti. Dieser habe dem Chef der Armee, Roland Nef, deshalb seine sofortige Demission zu Handen des Gesamtbundesrats eingereicht.

Nef sagte an einer Medienkonferenz, er habe intensiv mit Knutti diskutiert, und ihn dabei aufgefordert «Konsequenzen zu ziehen».

Knutti wird interimistisch durch Divisionär Markus Gygax ersetzt.

Verteidigungsminister Samuel Schmid stützt das Vorgehen von Armeechef Roland Nef im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Luftwaffenchef Knutti. Dies sagte der persönliche Mitarbeiter des Bundesrats.

Schmid sei im Laufe dieser Woche von Nef informiert worden. Weiter werde sich der Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nicht zur Demission des Luftwaffenkommandanten äussern.

Beim Unfall auf der Kander waren wahrscheinlich fünf Armeeangehörige ums Leben gekommen. Nach dem fünften Opfer wird nach wie vor gesucht. Gegen den Kompaniekommandanten, der beim Kentern der beiden Boote einen Kieferbruch erlitten hatte, ermittelt die Militärjustiz wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung.

(ap/sda/koua/sprm/bosy)

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M. jnglin, Zürich

Verfasst am: 20.6.2008 21:43

aus meiner sicht falsches opfer

für mich ist die begründung für den sofortigen... mehr

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