Schweiz
Immer mehr Laien als Internet-Fahnder
Meldungen über Wirtschaftskriminalität auf Vormarsch
Spam-Mails und Kinderpornografie waren im vergangenen Jahr der häufigste Grund für eine Verdachtsmeldung im Internet an die Schweizer Behörden. Allerdings geht es immer häufiger auch um Wirtschaftskriminalität.
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Bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität des Bundes (KOBIK) gingen im Jahr 2007 insgesamt 10'196 Meldungen ein, 3'867 Meldungen mehr als im Vorjahr.
Der deutliche Anstieg der Meldungen sei vor allem auf mehrere Wellen so genannter Spam-E-Mails zurückzuführen, teilte die KOBIK mit. Diese seien wiederholt gegen Internetbenutzer in der Schweiz gerichtet gewesen und hätten mit Hilfe angehängter Schadensoftware die Online-Banking-Systeme der Schweiz im Visier gehabt.
Der gesamte Anteil der Spam-E-Mails an den eingegangenen Verdachtsmeldungen belief sich 2007 auf 20,8 Prozent, der Anteil der Meldungen mit Hinweisen auf kinderpornographische Inhalte machte 19,9 Prozent aus.
Das stete Wachstum der Meldungen über Vorgänge mit einem wirtschaftskriminellen Hintergrund hielt weiter an. Deren Anteil an der Gesamtzahl sämtlicher eingegangener Meldungen kletterte auf 11,4 Prozent im Vergleich zu 4,5 Prozent im Vorjahr.
Insgesamt erstellte die KOBIK 734 Dossiers, die sie an die Strafverfolgungsbehörden weiterleitete. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr.
366 Dossiers verfügten über einen Bezug zur Schweiz, und sie wurden den kantonalen Strafverfolgungsbehörden übergeben. Die übrigen 368 Dossiers gelangten via Interpol an die zuständigen Behörden im Ausland.
Von den Verdachtsdossiers mit einem Schweizer Bezug gingen 88 auf eingegangene Verdachtsmeldungen zurück. Die übrigen 278 Dossiers wurden von der KOBIK auf Grund eigener Recherchen - namentlich im Bereich der Kinderpornografie - erstellt.
(ap/schj)
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F. Nanni, Schagen, SA
Verfasst am: 21.6.2008 13:37
hier die wichtige Adresse!
http://www.kobik.ch/d/links.htm
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