Schweiz
Flussfahrt stand nicht auf Tagesbefehl
Ermittlungen ausgeweitet
Die verhängnisvolle Flussfahrt auf der Kander ist nicht auf dem Tagesbefehl der Kompanie gestanden. Laut der Militärjustiz bedeutet das aber nicht, dass es sich um eine Einzelaktion handelte. Die Ermittlungen werden ausgeweitet.
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Wer genau von den Raftingplänen gewusst habe, sei weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen, sagte die Sprecherin der Militärjustiz, Silvia Schenker. Für alle Beteiligten gelte nach wie vor die Unschuldsvermutung.
Aufgrund der sichergestellten Dokumente werde nun auch gegen weitere Personen ermittelt, sagte Schenker. Darunter seien Vorgesetzte des Kompaniekommandanten, der den Unfall verletzt überlebte. Weitere Angaben konnte Schenker mit Verweis auf das Untersuchungsgeheimnis nicht machen.
Am Donnerstag vor einer Woche kenterten auf der Kander zwei Armeeschlauchboote mit zehn Mann Besatzung. Vier Wehrmänner wurden bisher tot geborgen, einer wird noch vermisst. Fünf weitere Armeeangehörige wurden verletzt.
Die Suche nach dem Vermissten wurde mittlerweile auf das Kanderdelta im Thunersee konzentriert, wie Christoph Brunner, stellvertretender Armeesprecher, auf Anfrage sagte. Nach wie vor seien rund 150 Mann im Einsatz.
(sda/koua)
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