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International

NATO-Grossangriff auf Taliban

Mittwoch, 18. Juni 2008, 9:39 Uhr, Aktualisiert 18:26 Uhr

Vier britische Soldaten in Helmand getötet

Afghanische und NATO-Truppen haben im Süden des Landes eine Offensive gegen die wiedererstarkten Taliban begonnen. Afghanische und kanadische Soldaten seien in die Region Arghandab eingerückt, erklärte NATO-Sprecher Mark Laity.

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Grossangriff auf Taliban

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Es sei bereits zu einzelnen Schusswechseln gekommen. Taliban-Kämpfer hatten zuvor Dörfer um die Stadt Kandahar infiltriert. Das britische Verteidigungsministerium meldete den Tod von vier britischen Soldaten in der Nachbarprovinz Helmand.

Die Soldaten kamen bei einem Anschlag auf ihr Patrouillenfahrzeug ums Leben, wie das Verteidigungsministerium in London erklärte. Mindestens ein Soldat wurde verletzt.

Die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, unter den Todesopfern sei eine Frau. Es wäre die erste britische Soldatin, die beim Einsatz in Afghanistan ums Leben kam. Die Gesamtzahl der getöteten britischen Soldaten stieg damit seit November 2001 auf 106.

«Seit heute Morgen haben wir die Operationen in Arghandab ausgeweitet», sagte Laity. Ein Sprecher des afghanischen Aussenministeriums erklärte, die afghanischen Streitkräfte hätten genügend Soldaten, um die Aktion durchzuführen. In der Region sollen sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums 300 bis 400 Kämpfer aufhalten.

Die Taliban versuchen seit längerem, Arghandab unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Region gilt als strategisch wichtig, da sie mit ihren Plantagen den Kämpfern eine gute Ausgangsposition verschaffen würde. Ausserdem könnten die Taliban von dort Angriffe auf Kandahar starten, die frühere Hochburg der Extremisten.

Die Taliban-Kämpfer hatten zuvor Brücken zerstört und Minen gelegt, offenbar um sich auf neue Gefechte vorzubereiten. Die Polizei erklärte, mehr als 700 Familien, also rund 4000 Menschen, seien bereits aus dem Bezirk Arghandab, rund 15 Kilometer nordwestlich von Kandahar, geflohen.

Wenige Tage zuvor hatten die Taliban bei einem Grossangriff auf ein Gefängnis rund 400 Aufständische befreit. Einige der Befreiten sollen sich den Kämpfern in Arghandab angeschlossen haben.

(ap/bosy/hesa)

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