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Intensive Suche nach vermisstem Soldat

Sonntag, 15. Juni 2008, 14:28 Uhr, Aktualisiert 20:24 Uhr

Einsatzkräfte beobachten weiterhin die Kander

An der Kander sind Militärangehörige weiterhin im Einsatz, um nach dem letzten Vermissten zu suchen. Vier Armeeangehörige, die am Donnerstag bei einem Bootsunglück starben, konnten bereits geborgen werden.

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Armee zieht Konsequenzen

Die Beobachtungsposten waren etwa auf Brücken wie jener vor dem Kanderdelta in Einigen (BE) postiert. Andere patrouillierten entlang der Kander. Insgesamt waren rund 100 Militärangehörige im Einsatz. Der Pegel der Kander ist gesunken.

Die Bergung des am Samstag gesichteten Vermissten hatte sich zunächst aber äussert schwierig gestaltet, sagte der Verantwortliche der Seepolizei Thun. Nach mehreren Versuchen musste ein Taucher an einem Pneukran über die Fundstelle gehievt werden. Die Bergung gelang erst nach 22 Uhr. Der Tote stammt aus dem Kanton Zürich, der letzte noch vermisste Armeeangehörige aus dem Kanton Aargau.

Neben der Suchaktion rückt die Frage nach den Hintergründen der Unglücksbootsfahrt ins Zentrum. Die Militärjustiz habe Kenntnis davon, dass der verantwortliche Kompaniekommandant vor dem Unglück eine ausserdienstliche Übung in der Region veranstaltet habe, sagte Silvia Schenker, Sprecherin der Militärjustiz.

Gemäss Medienberichten handelt es sich dabei um einen Anlass der Swiss Army Group (SAG) vom 30. Mai bis am 1. Juni. Auf der inzwischen nicht mehr zugänglichen Internetseite der SAG findet sich die Einladung zu einer Übung «Tonus 08». An dem SAG-Anlass ging es laut Einladung auch um «Infiltrations- und Exfiltrationstechniken (inkl. Abseilen und Schlauchboot)».

Innerhalb der Ermittlungen werde sich zeigen, ob strafrechtlich relevante Tatbestände in diesem Zusammenhang vorlägen, sagte Schenker.

Ebenfalls zeigen werde sich, ob die Untersuchungen allenfalls auf weitere Tatbestände und/oder Personen ausgedehnt würden, hatte Schenker am Samstag an einer Medienkonferenz gesagt. Bereits läuft eine Voruntersuchung gegen den Kommandanten der Kompanie. Diese war wegen Verdachts auf mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung eingeleitet worden.

(sda/hues)

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