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Zwischenfälle nach Match in Zürich

Samstag, 14. Juni 2008, 10:45 Uhr

Messerstecherei in Bern

Die Nacht auf Samstag war bis anhin die ereignisreichste Nacht während der EURO 2008. Nach dem Spiel Italien-Rumänien ist es in der Zürcher Innenstadt zu Schlägereien mit mehreren Verletzten gekommen. Auch in Bern kam es nach dem Match zu Tätlichkeiten.

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Am Zürcher Limmatquai lag kurz vor Mitternacht ein Mann regungslos am Boden, wie die Zürcher Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen war der 25-jährige Schweizer mit einem schweren Gegenstand niedergeschlagen worden. Er wurde ins Spital gebracht.

Gegen 1.00 Uhr wurde ein 23-jähriger Schweizer von Unbekannten in die Limmat gestossen, als er ein Foto des Grossmünsters machen wollte. Er konnte von der Wasserschutzpolizei umgehend geborgen werden. Weil er sich am Kopf verletzt hatte, musste er ins Spital eingeliefert werden.

In der Fanzone am Bellevue verfolgten rund 35'000 Personen das Vorabendspiel Italien-Rumänien. Während des Spiels und am Abend blieb es unter den Fans weitgehend friedlich. Zu Schlägerein mit Verletzten kam es erst in der Nacht. Meist war Alkohol im Spiel. Die Polizei nahm mehrere Personen fest.

Die Kantonspolizei Bern hat rund ums Spiel Holland-Frankreich 100 Personen vorübergehend festgenommen. Es kam zu Tätlichkeiten, Sachbeschädigungen und einer Messerstecherei. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz.

Angesichts der riesigen Menschenmengen, die sich in der Berner Innenstadt bis weit in den Morgen hinein aufhielten, sei die Polizei sehr zufrieden, sagte ein Polizeisprecher. Die Situation sei nie ausser Kontrolle geraten.

Die Berner Stadtbehörden schätzten, dass sich am Freitagabend 110'000 Menschen in der Fanzone der Innenstadt aufhielten. Bern zählt 135'000 Einwohner.

Die Sanitätspolizei Bern betreute 158 Personen - so viele wie noch nie während der EURO 2008. 16 von ihnen führte sie in Spitäler, sechs in die Ausnüchterungsstation für Schwerbetrunkene.

Die Sanitäterinnen und Sanitäter betreuten Leute mit einer Fussknöchelfraktur, einem Kieferbruch nach einer Schlägerei, mit Wunden nach einer Messerstecherei und mit einer klaffende Wunde an einer Schulter. Auch Leute mit einem Alkohol-Drogen-Mix wurden in die Sanitätshilfestellen gebracht sowie jemand mit einer Unterzuckerung.

(sda/bers)

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