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Planung zweier Ersatz-AKW läuft weiter

Dienstag, 10. Juni 2008, 11:07 Uhr, Aktualisiert 14:01 Uhr

Gesuch von BKW und Axpo bis Ende Jahr erwartet

Die Stromkonzerne Axpo und BKW planen unabhängig vom Bewilligungsgesuch von Atel weiter an zwei Atomkraftwerken, die dereinst jene von Beznau (AG) und Mühleberg (BE) ersetzen sollen. Noch vor Ende Jahr wollen sie Gesuche um Rahmenbewilligungen einreichen.

Zwei rauchende Kamine eines Atomkraftwerks.
Zwei neue AKW sollen Beznau und Mühleberg ersetzen. (colourbox.com)

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Die beiden ältesten Schweizer Atomkraftwerke Beznau und Mühleberg müssten bis 2020 ersetzt werden, erklärte Axpo-Sprecher Erwin Schärer. Zu diesem Zweck haben Axpo und BKW die gemeinsame Planungsgesellschaft Resun gegründet.

Gemäss Schärer kommen die Arbeiten planmässig voran. Die beiden Stromkonzerne seien mit weiteren Partnern im Gespräch, darunter auch Atel, das bereits ein Bewilligungsgesuch für ein neues AKW im Kanton Solothurn eingereicht hat. Für Schärer ist das neue AKW nicht ein Ersatz, sondern ein Ausbau von Kapazitäten. Das AKW Gösgen habe noch eine Lebensdauer bis 2040.

Auch bei der BKW versicherte Mediensprecher Antonio Sommavilla, alles laufe nach Plan. Für Axpo und BK sei der Ersatz von Beznau und Mühleberg prioritär. Die Türen für Atel seien offen. Generell sei anerkannt, dass die Kernenergie für die Stromversorgung der Schweiz nötig sei. Mit einer Gesamtleistung der neuen Werke von 3200 Megawatt dürfte die Versorgungssicherheit garantiert sein, sagte Sommavilla.

Die Planungsgesellschaft Resun nahm die Arbeit in diesem Jahr auf. Liegt ihr Rahmenbewilligungsgesuch bis Ende Jahr vor, könnte der Bundesrat 2009 über die neuen AKW entscheiden und das Parlament 2010. Das letzte Wort könnte das Volk 2012 haben und 2020 könnten die Werke in Betrieb gehen.

Geplant ist eine Leistung von je bis zu 1600 Megawatt. Ersetzt werden sollen die Werke Beznau I und II sowie Mühleberg. Die Werke in Beznau haben eine Leistung von 730 Megawatt, Mühleberg liefert 355 Megawatt. Die neuen Werke wollen auch zum Ersatz auslaufender Stromlieferverträge mit Frankreich im Umfang von 2000 Megawatt dienen.

(sda/bers)

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