Schweiz
Gesuch für neues AKW eingereicht
Atel plant Leichtwasserreaktor in Däniken
Die Atel Holding AG will im Kanton Solothurn zwischen Olten und Aarau ein neues Atomkraftwerk (AKW) bauen. Sie hat beim Bundesamt für Energie ein Rahmenbewilligungsgesuch deponiert. Als Standort steht Däniken (SO) im Vordergrund.
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Der Bau eines neuen AKW erfordere eine breite Trägerschaft, teilte Atel mit. Der Stromversorger will deshalb weitere Partner für das Projekt gewinnen und steht im Gespräch mit verschiedenen Interessenten, besonders auch mit den Betreibern der anderen Schweizer Atomkraftwerke.
Für das geplante AKW rechnet Atel mit Investitionen von sechs bis sieben Milliarden Franken. Bis das neue Kraftwerk die erste Kilowattstunde produzieren wird, dürfte es etwa 2025 werden, wie es an einer Medienkonferenz in Olten hiess.
Beabsichtigt ist der Bau eines Leichtwasserreaktors der dritten Generation. Die Kühlung soll über einen so genannten Hybridkühlturm erfolgen, der nur etwa einen Drittel so hoch ist wie heute übliche Kühltürme.
Atel-Chef Giovanni Leonardi geht davon aus, dass das Referendum gegen das Projekt ergriffen wird. Ein Abstimmungstermin dürfte in der Grössenordnung von 2012 oder 2013 realistisch sein.
Die letzten Volksabstimmungen hätten aber gezeigt, dass die Bevölkerung des Kantons Solothurn der Kernenergie gegenüber aufgeschlossen sei. So habe das Kantonsparlament den Solothurner Regierungsrat am 30. Oktober 2007 beauftragt, «sich für den raschen Bau eines Kernkraftwerks im Niederamt einzusetzen».
Atel favorisiert für den Bau eines neuen AKW den Standort des bestehenden Kernkraftwerks Gösgen im solothurnischen Däniken. Dies gab Atel bereits im März bekannt.
Der Standort Solothurner Niederamt sei aus technischer Sicht, insbesondere bezüglich Platzverhältnisse, Netzanbindung und Kühlung sehr gut geeignet, schreibt die Atel. Sie könne im Niederamt auf eine jahrzehntelange, positive Zusammenarbeit mit Behörden und Bevölkerung zurückblicken.
Hintergrund für das AKW-Baugesuch sei der sich abzeichnende Engpass in der Energieversorgung. Dieser entstehe, weil der Stromverbrauch steige und das Stromangebot wegen der Ausserbetriebnahme der älteren AKW und dem Auslaufen von Langzeitimportverträgen sinken werde. Stromimporte seien wegen der Knappheit in ganz Europa nicht im grossen Stil möglich.
Atel erinnert daran, dass auch der Bundesrat auf Atomkraftwerke setzt. In seinem energiepolitischen Grundsatzentscheid vom 21. Februar 2007 erachtet er den Ersatz der bestehenden oder den Neubau von AKW als notwendig.
Die Reaktionen auf die Atel-Pläne fielen geteilt aus. Die Allianz «Stopp Atom» von 28 Umweltverbänden und Parteien kündigte umgehend das Referendum an.
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse begrüsste das Gesuch. Und die Aktion für eine vernünftige Energiepolitik der Schweiz (AVES) verlangte, der Bau des neuen AKW müsse schnell an die Hand genommen werden.
(sda/ap/bers/schj)
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M. Fricker, Rüti/GL
Verfasst am: 11.6.2008 13:52
Neues AKW = Nein Danke!
Auch wenn ich selten bis nie an die Urne gehe, da... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
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M. erker, Dehei
Verfasst am: 11.6.2008 13:39
Interpunktion
<"Jedes Schwein eine kleine... mehr
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J. Simon, erlach
Verfasst am: 11.6.2008 11:50
Energie sparen II
...ehe ich am Eingang einer Uefa-konformen... mehr
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