Schweiz
Oranje-Fans nehmen Bern ein
Innenstadt ist eine Festhütte
Am ersten Spieltag der holländischen Nationalmannschaft haben zehntausende Oranje-Fans Bern endgültig in Beschlag genommen. Der Bundesplatz verfärbte sich schon am Mittag orange. Und am Nachmittag machten sich die Fans in einer Prozession auf den Weg zum Stade de Suisse.
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«Tulpen aus Amsterdam» und andere Schlager tönten schon am Vormittag aus den Lautsprechern auf dem Bundesplatz. Und ein paar Hundert Holländer, die sich schon früh aus den Federn gekämpft hatten oder gar nicht erst ins Bett gekommen waren, johlten kräftig mit.
Das Bier floss bereits in Strömen, und die Sonne, die sich endlich über der Bundesstadt zeigte, trug das ihre zur ausgelassenen Stimmung bei. Rot-weiss-blau gestreifte Gesichter wurden von Plüsch-Löwenköpfen, Wikingerhelmen, blonden Zöpfen oder Pumuckl-Perücken geziert - der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und auch wer nicht in Orange getaucht herumlief, wurde in der Fangemeinde aufgenommen und mindestens mit einem Gummi-Fanband ums Handgelenk ausgestattet.
Die wenigen Italien-Fans, die sich ins orangene Farbenmeer trauten, bekamen Holland-Fähnchen in die Hand gedrückt. Am Nachmittag gab es in der Innenstadt um die Fanzone zwischen Bundesplatz und Waisenhausplatz endgültig kaum mehr ein Durchkommen. Zehntausende Oranje-Fans beschlagnahmten die Strassen. Die Verantwortlichen der Host City Bern korrigierten ihre Erwartungen nochmals nach oben und sprachen von 40'000 holländischen Fans.
Etwas weniger aufgeheizt war bisher die Stimmung in Zürich, dem Spielort des Vorabendspiels Rumänien gegen Frankreich. Dies, obwohl schon sich schon am frühen Nachmittag Tausende von Fussballfans zur Zürcher Fanmeile begaben.
Auch das Gebiet rund ums Letzigrund-Stadion füllte sich am Nachmittag zunehmend mit Fans der beiden Mannschaften. Die blau-weiss-roten Franzosen und die blau-gelb-roten Rumänen blieben friedlich. Erwartet werden 10'000 französische und 6500 rumänische Fans. Dazu reisen 37 Cars aus Frankreich und 20 aus Rumänien an. Die SBB plant für Montag 223 Extrazüge.
Das Schicksal der Schweizer Nationalmannschaft beschäftigte zwei Tage vor dem Türkei-Spiel auch das Parlament in Bern. Nationalrats-Vizepräsidentin Chiara Simoneschi munterte die Schweizer Kickern mit den Worten «Forza e coraggio, siamo con voi» auf.
Die beiden ersten Spiele in der Schweiz seien «wahre Sportfeste» gewesen, sagte Simoneschi zu Beginn der Sitzung in der grossen Kammer. Sie hätten bewiesen, dass es friedliche Fans gebe.
Dank Simoneschi steht nun auch im Parlamentsprotokoll, dass die Schweiz «trotz schönem Spiel» 0:1 gegen Tschechien verloren hat.
(sda/ap/meip/sper)
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J. Cohen, Weissemburg-Berg
Verfasst am: 10.6.2008 9:03
jammer
aber ich hab die matsch genossen! hasst du auf... mehr
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M. erker, Dehei
Verfasst am: 10.6.2008 8:41
Emotionen
Das Schweizer Fernsehen spricht immer gerne von... mehr
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