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Sunrise gibt Mobil- und Festnetzbetrieb ab

Dienstag, 3. Juni 2008, 10:20 Uhr, Aktualisiert 14:05 Uhr

290 Mitarbeitende gehen zu Alcatel-Lucent

Sunrise ergreift Sparmassnahmen. Der Telekomkonzern lagert den Betrieb seines Mobilfunk- und Festnetzes an Alcatel-Lucent aus. Zudem wird das Geschäft mit Inhouse-Kommunikationseinrichtungen wie Telefonzentralen verkauft. Betroffen sind 520 Mitarbeitende. Für diese pocht die Gewerkschaft Kommunikation auf Arbeitsplatz-Garantien.

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Sunrise baut ab

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Die Mitarbeitenden erhielten während einem Jahr gleichwertige Lohn- und Anstellungsbedingungen sowie eine Standortgarantie, teilte Sunrise mit. Es würden keine Kündigungen ausgesprochen. Die Mitarbeitervertretung und die Gewerkschaft Kommunikation hätten von diesen Garantien zustimmend Kenntnis genommen.

Mit der Auslagerung von Bau, Betrieb und Wartung der Netze folgt Sunrise dem Branchentrend. Bereits Orange hatte auf Anfang 2008 Netzausbau und -wartung ebenfalls an Alcatel-Lucent abgetreten.

In Deutschland betreibt Alcatel-Lucent mittlerweile einen grossen Teil des Mobilfunknetzes von E-Plus. Auch in Italien, Grossbritannien und Österreich haben Mobilfunker ihr Netz ausgelagert.

Trotz der Auslagerung würden Schlüsselaufgaben wie Netzplanung und Kundenbetreuung allerdings weiterhin von Sunrise vorgenommen, betonte die Tochter des dänischen Telekomkonzerns TDC.

Die Netzinfrastruktur inklusive aller Telekommunikationssysteme bleibe vollständig im Besitz von Sunrise. 290 Mitarbeitende würden per 1. August zu Alcatel-Lucent wechseln.

Zudem verkauft Sunrise das Geschäft mit Inhaus-Kommunikationseinrichtungen wie Telefonzentralen an die Münchner Industrieholding Aurelius. Die Übergabe der Sparte, die Sunrise einst von Ascom übernommen hatte, sei auf 1. Juli vorgesehen. 230 Angestellte würden zu Aurelius wechseln.

Sunrise-Unternehmenschef Christoph Brand betont, dass die Einsparungen gross seien: «Es ist auf jeden Fall so signifikant, dass wir uns zur Auslagerung entschieden haben», sagte Brand. «Wir hätten das nicht gemacht, wenn wir dadurch nur 1 Million Franken hätten einsparen können», sagte Brand. Eine Summe wollte er allerdings nicht nennen.

Die Sparpläne rufen die Gewerkschaft Kommunikation auf den Plan. Sie verlangt dauerhafte Arbeitsplatz-Garantien für die betroffenen 520 Angestellten. Zu diesem Zweck sollen unverzüglich Verhandlungen mit Alcatel-Lucent und Aurelius aufgenommen werden.

(sda/bosy)

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