Schweiz
Feiern und Demo halten Bern in Atem
Polizei gegen Linksautonome - Bahnhofplatz eröffnet
Nach 16 Monaten Bauzeit ist in Bern der neue Bahnhofplatz der Bevölkerung übergeben worden. Tausende feierten Berns neues Wahrzeichen an einem Volksfest. Am Abend kam es zu Störversuchen von Linksautonomen. Diese hatten just am Samstag zu ihrem alljährlichen antifaschistischen Abendspaziergang aufgerufen.
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Die Kundgebung war nicht bewilligt. Rund 100 Personen versammelten sich gegen 19.45 Uhr vor der Reithalle und zogen vorerst Richtung Heiliggeistkirche neben dem Festplatz. Viele Manifestanten waren vermummt.
Dann ging der Zug Richtung Altstadt und damit weg vom Fest. Auf dem Waisenhausplatz wuchs der Kundgebungszug auf rund 500 Personen an. Die Kundgebung führte weiter über die Kornhausbrücke ins Breitenrainquartier und zurück zur Reithalle.
Ein Grossaufgebot der Polizei war in Kampfmontur in Position gegangen, um in erster Linie eine Störung des Fests zu verhindern. Zu kleineren Scharmützeln kam es erst nach der Rückkehr des Demozuges zur Reithalle. Die Polizei setzte dem Treiben rasch ein Ende.
Wegen der befürchteten Ausschreitungen wurden auch Kräfte aus anderen Kantonen beigezogen. Wie die Kantonspolizei am Abend mitteilte, liess sie im Interesse der Sicherheit für das Bahnhoffest und die Innenstadt die Demo zunächst laufen. Sie wollte sich zurückhalten, solange es keine Sachbeschädigungen gab.
Vor der Demo nahm die Polizei präventiv Personen fest, wie in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens zu sehen war.
Am Morgen war der neue Bahnhofaufgang bei der Heiliggeistkirche mit einer kleinen Feier eingeweiht worden. Hunderte Schaulustige drängten sich um die neuen Treppen.
Punkt zehn Uhr erklommen Stadtpräsident Alexander Tschäppät und die städtische Baudirektorin Regula Rytz zusammen mit rund 30 Bauarbeitern als erste die Stufen. Die zahlreichen Schaulustigen applaudierten.
Der neue Hauptzugang bei der Heiliggeistkirche ist in Rot gehalten. Ein Treppe führt hinunter in die neu gestaltete Christoffel-Unterführung. Dieser unterirdische Teil des Bahnhofs ist ebenfalls umgebaut worden. Er präsentiert sich nun als «elegante Shoppingmeile», wie Baudirektorin Regula Rytz erklärte.
Die Passage ist in Anthrazit gehalten. Grosse, flache Beleuchtungskörper an der Decke sorgen trotz der dunklen Farbe für angenehme Stimmung. Die Reste der historischen Stadtmauern sind nun hinter Glas. Vor dem Umbau dienten diese Mauern oft als Sitz- und Liegegelegenheit für Randständige.
Oberirdisch sticht vor allem der neue Glasbaldachin ins Auge, der in der Planungsphase die Berner Gemüter stark bewegt hatte.
In einer Volksabstimmung passierte das Projekt nur hauchdünn mit 51 Prozent. Die gesamte Umgestaltung kostete rund 100 Millionen Franken. Er sei überzeugt, dass der neue Bahnhofplatz bei der Bevölkerung Akzeptanz finde, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Der Baldachin sei ein neues Tor zur Bundesstadt.
Der Umbau hatte das Berner Stadtzentrum in eine Art Ausnahmezustand versetzt. Monatelang mussten Fussgänger, Autofahrer und die Benutzer des öffentlichen Verkehrs grosse Umwege in Kauf nehmen. Die Anwohner hatten Baulärm und Baustaub zu ertragen.
Der Bahnhofplatz ist ein Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Seit mehreren Wochen rollt der Verkehr wieder normal über den Platz. In der Stadt gibt es indessen Bestrebungen, den Platz dereinst ganz vom Privatverkehr zu befreien.
Am Freitagabend war der neue Bahnhofplatz offiziell mit einem Festakt in der Heiliggeistkirche eröffnet. Der Samstag gehörte der Bevölkerung.
Auf dem während des Volksfestes für den Verkehr gesperrten Platz tummelten sich bis in die späten Abendstunden Tausende und lauschten den zahlreichen Gratiskonzerten von Berner Bands.
(sda/buet/halp)
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L. Degen, Felsberg
Verfasst am: 1.6.2008 23:17
Typisch
Die Überschrift ist doch wieder typisch:... mehr
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M. G, unbekannt
Verfasst am: 1.6.2008 22:18
Oje...
Wie tief ist man gefallen, um einen Bullen zu... mehr
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L. Uetz, Treiten
Verfasst am: 1.6.2008 13:02
Friedlich
Der Umzug verlief absolut friedlich, im... mehr
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