International
UNO-Chef ermahnt Burmas Junta
Kritik an verlängertem Arrest für Suu Kyi
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich in deutlichen Worten enttäuscht über die Verlängerung des Hausarrests der burmesischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gezeigt. Er bedauere die Entscheidung der Militärregierung, die Friedensnobelpreisträgerin für ein weiteres Jahr unter Hausarrest zu stellen, sagte Ban in New York.
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«Aung San Suu Kyis Fall ist eine der wichtigsten und gravierendsten Sorgen der internationalen Gemeinschaft», sagte Ban. Ihre Freilassung sei für die Demokratisierung Burmas entscheidend. Je eher sie freikomme, desto eher könne Burma Demokratie, nationale Versöhnung und die Achtung der Menschenrechte erreichen.
Ban besprach die Lage Suu Kyis bei seinem Besuch in Burma vergangene Woche nach eigenen Angaben auch mit der Militärjunta. Aus Gründen der Sensibilität des Themas könne er dazu keine näheren Angaben machen. «Aber glauben Sie mir, dass ich mich verpflichtet habe, sehr hart auf eine Demokratisierung Burmas hinzuarbeiten», sagte Ban am Sitz der Vereinten Nationen.
Burma wird seit 1962 autokratisch von Generälen regiert. Suu Kyi verbrachte insgesamt zwölf der vergangenen 18 Jahre unter Hausarrest in Rangun. Ihre Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) gewann 1990 die Parlamentswahl, die Militärregierung hat den Sieg jedoch nie anerkannt.
(ap/halp)
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