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Basel noch verhalten, Bern in Startposition

Montag, 26. Mai 2008, 8:49 Uhr, Aktualisiert 12:11 Uhr

Städte stimmen sich auf EURO 2008 ein

Zwei Wochen vor Anpfiff freut man sich in Basel - mit dem grössten Schweizer Stadion und Rekord-Zuschauerzahlen - eher über kleine Flops der UEFA als auf den Anlass. In Bern markiert die Einweihung des gläsernen Baldachins über dem Bahnhofplatz den Beginn des Fussballfestes.

Zwei blaue Fahnen der EURO 2008 vor einem Fenster.
Bald dreht sich alles nur noch um die Fussball-Maskottchen: Die letzten Vorbereitungen für die EURO 2008 sind im Gange. (keystone)

In manchen grossen Ladenketten hängen schon die Fan-Leibchen in Nationalteamfarben, und auch Schoggi-Fussbälle in einzelnen Confiserien gehen sachte über das FCB-Übliche hinaus. Beides fällt indes noch kaum auf, anders als provisorische Fanzonen-Tribünen am Rhein, deren Aufbau dieser Tage in Angriff genommen wurden.

Im Alltag ist kaum EURO-2008-Euphorie spürbar, stattdessen kreativer Unmut über Einschränkungen der Freiheiten durch die UEFA. So wird drei Wirten am Rhein auf die Schultern geklopft, die nicht auf UEFA-Sponsorenbier umstellen wollen und deren Terrassen deshalb eingezäunt werden - wenn auch weniger hoch als einst angedroht.

Die UEFA will die Münster-Pfalz mit ihrem Prachts-Rheinpanorama für VIP-Plätze einzäunen. Die teuren Plätze finden jedoch kaum Absatz. Derweil ist eine Rheinfähre mit Sicht auf eine Grossleinwand, die sich abends unabhängig von der UEFA zum Chartern anbietet, laut «Basler Zeitung» schon für Top-Spiele ausgebucht.

Man nimmt der UEFA nicht nur übel, dass sie selber Riesengewinne schreibt, während die Host-City-Steuerzahler tief in die Tasche greifen müssen, sondern auch persönlich, dass sie im Herz der Stadt die Bier-Diversität gefährdet und zeitweise den Öffentlichen Verkehr weiträumig auf den Kopf stellt.

In Bern manifestiert sich auch städtebaulich, dass die EURO 2008 vor der Türe steht. Der Anfang des Grossanlasses markiert das Ende der Grossbaustelle Bahnhof. Über den neuen Bahnhofplatz werden bald Tausende holländische Fans strömen.

Erst in den letzten Tagen, als die Baugerüste entfernt wurden, wurde klar, welch beeindruckende Dimension der gläserne Baldachin hat, der nun die Hälfte des Bahnhofplatzes überspannt. Gut 80 Meter lang, schwingt sich das transparente Dach über Bus- und Tramhaltestellen und die Rolltreppen-Abgänge zum Bahnhof.

Mit der offiziellen Eröffnung am 31. Mai wird nun definitiv Schluss sein mit den letzten Hindernissen auf dem Bahnhofplatz, der zentralen Drehscheibe in Bern. Ein Jahr lang mussten Berner Umwege in Kauf nehmen und sich in den Menschenmassen entlang der Bauabschrankungen durchschlängeln.

Die beiden Public-Viewing-Arenen auf dem Waisenhaus- und dem Bundesplatz werden in der ersten Juniwoche aufgebaut. Klar ist allen Einheimischen, dass Bern in der Gruppenphase der EURO 2008 nicht von Rot-Weiss, sondern von Orange geprägt sein wird. Die Holländer tragen in Bern ihre drei Erstrundenspiele aus.

Die holländische Botschaft in Bern spendete Tulpen fürs Stadtbild. Der Campingplatz Eichholz an der Aare dürfte fest in holländischer Hand sein. Und eines der beiden Fan-Camps in der Agglomeration Bern nennt sich schlicht und einfach «Oranje-Dorp».

Tausende festfreudige Holländer werden sich an den Spieltagen jeweils ab 11 Uhr auf dem Bundesplatz versammeln. Zusammen mit den Fans anderer Länder werden sie dann ab 17 Uhr über die drei Kilometer lange Fan-Achse durch Altstadt und Nordquartier zum Stade de Suisse ziehen.

Nach Kontakten mit holländischen Behörden und Fanorganisationen hat die Berner Stadtverwaltung die Anzahl zu erwartender Fans an den drei Berner Spieltagen nach oben korrigiert. Neu werden bis zu 100'000 Gäste pro Tag erwartet.

Den grössten Andrang von Holländern erwartet man in Bern am 13. Juni, dem zweiten Berner Spieltag. Weil das ein Freitag ist und somit ein Wochenende folgt, könnten bis zu 50'000 Holländer Bern besuchen.

(sda/bosy)

Kommentare aktiv...

W. kohl, basel

Verfasst am: 27.5.2008 13:41

23 neue Kameras in Basel

und da soll sich Herr Basler nicht aufregen?... mehr

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F. Hentschel, Basel

Verfasst am: 26.5.2008 19:10

Warum?

Warum gehen eigentlich alle davon aus, dass sich... mehr

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P. schoeffel, basel

Verfasst am: 26.5.2008 16:07

steuerzahler, macht euch gedanken

"Man nimmt der UEFA nicht nur übel, dass... mehr

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