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Oberster Polizist verteidigt sich

Donnerstag, 22. Mai 2008, 22:07 Uhr, Aktualisiert 23.05.2008, 11:56 Uhr

Hensler nimmt Stellung zu Polizei-Video

Ein Polizei-Video zeigt, wie die Innerschweizer Sondereinheit Luchs mit aller Härte zwei Unschuldige verhaftetet. Es stellt sich die Frage, ob die Filmaufnahmen der umstrittenen Verhaftungsaktion manipuliert worden sind. Heute nimmt der verantwortliche Polizei-Kommandant Beat Hensler gegenüber der Sendung «10vor10» Stellung.

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Polizeikommandant unter Druck

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Die Sondereinheit Luchs verfolgte einen mutmasslichen Mörder und verhaftete schliesslich die Falschen: Zwei unschuldige Jugendliche. Die Jugendlichen sagen, sie seien geschlagen und getreten worden - das bestreitet die Polizei.

«10vor10» berichtete gestern über das Video, das diese Verhaftung zeigt. Heikel ist, dass die umstrittene Zugriff-Szene im Video fehlt - entweder wurde sie herausgeschnitten oder die Kamera wurde während der heiklen Phase abgestellt. Doch die Polizei schwieg sich über das Fehlen dieser Szene aus.

Gegenüber «10vor10» nimmt Polizeikommandant Beat Hensler erstmals Stellung zu der Frage, warum er nicht erwähnt habe, dass eine umstrittene Szene fehlt?

Hensler weist jede Verantwortung von sich. Ganz ausschliessen kann er Unregelmässigkeiten aber nicht. Schliesslich sei er «kein Video-Spezialist, sondern Polizeikommandant».

Jetzt will die - Aufsichts- und Kontrollkommission des Luzerner Kantonsparlaments Klarheit schaffen. Polizeikommandant Beat Hensler muss am Samstag vor dem Gremium antraben.

(sf/sprm)