International
Ja zu Embryo aus Mensch und Tier
London erlaubt umstrittene Forschung
In Grossbritannien dürfen künftig Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Tieren für die Stammzellenforschung hergestellt werden. Ausserdem dürfen Eltern mit einem kranken Kind ein Geschwisterkind zeugen, das Gewebe oder Organe spenden kann.
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Das britische Unterhaus stimmte nach heftiger Diskussion mit 336 zu 176 Stimmen gegen Pläne, die Produktion solcher Chimären zu verbieten.
Premierminister Gordon Brown hatte sich vor der Abstimmung für die Verwendung von Chimären-Stammzellen aus Mensch und Tier ausgesprochen. Er forderte die Parlamentarier auf, für ihre Herstellung zu stimmen, um so möglicherweise Millionen Menschen mit unheilbaren Krankheiten das Leben zu retten.
Kritiker fürchten, solche Embryos könnten letztlich zur gezielten genetischen Modifikationen und zu «Designer-Babys» führen.
Eine Abgeordnete von den oppositionellen Konservativen sagte dagegen im Sender GMTV, es gebe keinerlei Beweise dafür, dass eine Nutzung von Hybrid-Embryonen tatsächlich Millionen Menschen retten werde.
Nicht möglich ist die Züchtung solcher Tier-Mensch-Embryonen in der Schweiz, wie der Präsident der Nationalen Ethikkommission, Christoph Rehmann-Sutter, gegenüber der «Tagesschau» erklärt: «Das Mischen menschlichen und tierischen Ursprungs ist in der Schweiz verboten.» Das Ergebnis einer solchen Züchtung sei nicht vorherzusehen uns schüre ferner auch Ängste in der Bevölkerung.
Bei dem Vorgehen injizieren Forscher menschliche DNA in eine leere Eizelle von einer Kuh oder einem Hasen. Mit Stromstössen wird das Ei zur Teilung angeregt und entwickelt sich zu einem frühen Embryo, dem Stammzellen entnommen werden können. Wissenschaftlern zufolge sollen die Embryos nicht älter als 14 Tage alt werden dürfen und den Mangel an menschlichen Embryos bei der Stammzellenforschung ausgleichen.
Ausserdem erlaubte das Unterhaus mit einer Mehrheit von 179 Stimmen die Untersuchung von Embryonen auf genetische Merkmale, um sogenannte «rettende Geschwisterchen» zu schaffen. Eltern eines kranken Kindes bekommen in solchen Fällen mit künstlicher Befruchtung ein weiteres Kind, das genetisch zum ersten Kind passt. Das zweite Kind kann dann zum Beispiel Knochenmark spenden, um das Leben des ersten zu retten.
(ap/sf/bers)
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M. Fricker, Rüti/GL
Verfasst am: 20.5.2008 19:35
Frage?
Gehen wir mal davon aus, das die... mehr
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C. Brunner, Muttenz
Verfasst am: 20.5.2008 19:05
Menschheit und Gentech ...
... ist wie ein kleines Kind, das an einem Space... mehr
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A. Schneider, Helsinki
Verfasst am: 20.5.2008 14:39
Gut für England,
schlecht für den schweizer Forschungsstandort.
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