Schweiz
Steht Teilprivatisierung der SBB bevor?
Leuneberger über Finanzierung des öffentlichen Verkehrs
Zur künftigen Finanzierung des öffentlichen Verkehrs schlägt Verkehrsminister Moritz Leuenberger einen Börsengang der SBB oder eine Beteiligung privater Investoren vor. Die Mehrheit der SBB soll dabei allerdings im Besitze des Bundes bleiben.
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Das Geld, das aus dem Fonds zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (FinöV) fliesst, reicht gemäss Leuenberger für die künftigen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs nicht aus. «Für zusätzliche Investitionen braucht es weitere Einnahmequellen», sagte Leuenberger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».
Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erklärte gegenüber der «Tagesschau», dass es sich um erste Ideen handle. Konkret sei noch nichts. Die SBB wollte keine Stellungnahme abgeben.
Gedanken über einen teilweisen Börsengang der Bahn als Finanzierungsquelle sollten deshalb nicht verboten sein, sagte Leuenberger in der «SonntagsZeitung» weiter. Vorbild für diese Überlegungen ist für Leuenberger die Deutsche Bahn (DB). Diese habe 25 Prozent verkauft, um sich Mittel für die nötigen Investitionen zu verschaffen.
Die Bahn selber mache zwar mit Liegenschaften und mit dem Personenverkehr Gewinne. Diese reichten aber bei weitem nicht aus, um die anstehenden Investitionen selber zu finanzieren, sagte Leuenberger. Die Nachfrage im öffentlichen Verkehr sei so gross, dass der Bund schon jetzt ein nächstes Ausbauprojekt vorbereite.
Bestandteile dieses Pakets sind laut Leuenberger das dritte Gleis zwischen Lausanne und Genf sowie ein dritter Juradurchstich in Form des Wisenbergtunnels zwischen dem Raum Basel und der Region Olten. Auch der Zimmerberg-Basistunnel sei im Gespräch, erinnert Bundesrat Leuenberger.
Der Bundesrat hatte im Oktober letzten Jahres beantragt, den FinöV-Fonds um eine Milliarde auf rund 31,5 Milliarden Franken aufzustocken. Ohne diese zusätzlichen Mittel müssten sonst wegen der Mehrkosten beim Gotthard-Basistunnel der NEAT zu grosse Abstriche an anderen Vorhaben zum Ausbau der Bahninfrastruktur gemacht werden, lautete die Begründung.
Auch über alternative Finanzierungsmöglichkeiten von neuen Strassenprojekten will Leuenberger laut nachdenken, beispielsweise über Road Pricing. Dies sei keine zusätzliche Abgabe, sondern der Ersatz einer bestehenden. Man bezahle dann statt übers Benzin über die gefahrenen Kilometer.
Allerdings schätzt Leuenberger die Chancen dieser Art von Finanzierung als schlecht ein. Wenn nach dem Ständerat nun auch noch der Nationalrat Nein zum Roadpricing sagt, werde man wohl darauf verzichten müssen. Dabei gehe es ja nur darum, den Städten freiwillige Versuche zu ermöglichen.
(sda/stom)
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H. Bühler, Basel
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N. Badertscher, Worb
Verfasst am: 19.5.2008 12:30
...
"Deutsche Bahn als Vorbild" oder anders... mehr
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A. Kraettli, Bolligen
Verfasst am: 19.5.2008 12:08
warum soll die Bahn privatisiert werden?
ich glaube nicht das es so was gutes ist wenn man... mehr
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