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Schweizer Parlamentarier in Gaza

Sonntag, 11. Mai 2008, 20:39 Uhr, Aktualisiert 23:26 Uhr

«Das ist ein Straflager ohne Ausweg»

Eine Reise von Schweizer Parlamentariern in den Nahen Osten schlägt hohe Wellen. Heute Sonntag sind die Teilnehmer nach Gaza gereist, um sich vor Ort ein Bild über die Lage zu machen. «SF Tagesschau» konnte die Gruppe begleiten und musste dabei feststellen, dass die Versorgungslage in den Palästinenser-Gebieten katastrophal ist.

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Reise wird kritisiert

Rund 80 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens ist mittlerweile von ausländischer Lebensmittelhilfe abhängig.

Es sind die Lebensumstände der Menschen, die den Nationalrat Andrea Hämmerle SP/GR sehr beeindruckt haben, wie er gegenüber der «Tagesschau» betont. «Ich bin erschüttert», erklärt er und äussert sich zudem klar und deutlich über seine Eindrücke aus dem Gebiet: «Für mich ist das ein ganz grosses Gefängnis. Ein Straflager ohne Ausweg».

Auch wenn es sich um eine «private Reise» handelt, sei die Tour dennoch «politisch», erklärt Hämmerle weiter. Man wolle eben «sehen, wie die Situation in Palästina sich heute präsentiert». Und das, so fügt er hinzu, tue man eben am besten «vor Ort».

Auf dem Programm der Gruppe, zu der einige Professoren gehören, stand auch ein Treffen mit Parlamentariern der Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen nach der blutigen Machtübernahme vom Juni 2007 kontrolliert - doch dieses Gespräch fand unter Ausschluss der Medien statt.

(sf/halp)