International
Skandal um Bestattung von US-Soldaten
In selbem Krematorium wie Haustiere verbrannt
Das US-Militär hat offenbar die Leichen im Irak oder in Afghanistan getöteter Soldaten in einem Krematorium verbrannt, das auch für Haustiere zuständig ist. Verteidigungsminister Robert Gates entschuldigte sich für den Missgriff.
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Gates sei der Auffassung, dass die Wahl der Krematoriums «taktlos» sei und «einer würdigen Behandlung unserer Gefallenen» widerspreche, sagte ein Pentagon-Sprecher. Der Minister habe sofort angeordnet, die Bestattungen in dem Krematorium zu stoppen.
Bei dem Krematorium handelt es sich um ein Privatunternehmen, das von der Luftwaffenbasis in Dover im US-Bundesstaat Delaware zur Einäscherung der gefallenen Soldaten aus dem Irak und Afghanistan angeheuert wurde.
Nach Angaben des Pentagon-Sprechers verfügt das Unternehmen aber über getrennte Anlagen für Tiere und Menschen. Aufgedeckt hatte die Affäre ein Offizier, der einem gefallenen Kameraden seine letzte Ehre erweisen wollte.
Er schickte dem Ministerium eine Email mit Fotos von der Anlage - auf dem Eingangsschild stand, dass es sich um ein Krematorium für Haustiere handelte. Laut dem Pentagon-Sprecher ordnete Gates inzwischen auch an, die Regeln für die Einäscherung gefallener Soldaten zu überarbeiten.
(sda/buet)
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