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International

Duisburger Mafia-Mord: Carabinieri schlagen zu

Freitag, 9. Mai 2008, 10:23 Uhr, Aktualisiert 20:33 Uhr

Zehn Verhaftungen in Italien

Neun Monate nach dem sechsfachen Mafia-Mord im deutschen Duisburg hat die italienische Polizei zehn Verdächtige verhaftet. Die Verdächtigen gehörten den rivalisierenden Clans des Verbrechersyndikats 'Ndrangheta an, die hinter den Morden vom 15. August 2007 in Duisburg vermutet werden.

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Anti-Mafia-Erfolg

Die Festgenommenen seien aber vermutlich nicht direkt in die Morde verwickelt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die Festnahmen erfolgten im kalabresischen Dorf San Luca und in mehreren Städten, darunter Udine und Bologna. Den Verdächtigen werden die Zugehörigkeit zur Mafia und illegale Geschäfte in Deutschland zur Last gelegt. Auch Handel mit Waffen und Sprengstoffen sowie weitere Verbrechen werden ihnen vorgeworfen.

Die 'Ndrangheta ist vor allem in Kalabrien aktiv. Sie gilt inzwischen als mächtiger als die sizilianische Mafia.

Die Beamten in Deutschland fahnden vor allem nach einem 28-jährigen Italiener. Der aus dem kalabrischen Siderno stammende Mann steht unter dringendem Verdacht, für die Duisburger Morde verantwortlich zu sein. Sein Fahndungsbild zeigt einen schlanken jungen Mann mit kurzen schwarzen Haaren und einem auffälligen Leberfleck unter dem rechten Auge.

Der eine Clan, der Nirta-Strangio-Clan, wird von den italienischen Behörden für die Duisburger Morde verantwortlich gemacht. Hintergrund sei ein seit Jahren tobender Kampf zwischen den beiden Familienclans Nirta-Strangio und Vottari-Pelle-Romeo, der in Kalabrien bereits zu mehreren Morden geführt hat.

Am 15. August 2007 waren vor einer Pizzeria in der Duisburger Innenstadt sechs italienische Mitglieder des Vottari-Pelle-Romeo-Clans mit Kopfschüssen getötet worden. Die Männer waren zwischen 16 und 39 Jahren alt.

(sda/koua)

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J. Simon, erlach

Verfasst am: 10.5.2008 1:02

Tüpfchen auf dem i

So schillernd die Namen der Banden, so brutal und... mehr

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