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Schienenrowdies bei der SBB?

Sonntag, 4. Mai 2008, 12:19 Uhr, Aktualisiert 12:27 Uhr

Lokführer überfuhren 127 Mal Rotlichter

127 Mal haben Lokführer 2007 ein auf Rot gestelltes Signal überfahren. Ihre Züge wurden jeweils durch Schnellbremsung gestoppt. SBB-Sprecher Christian Ginsig bestätigte Zahlen von «SonntagsBlick» und «Sonntag».

Zwei Züge und ein Rotlicht in einem Tunnel.
Ein Schweizer Lokführer begeht statistisch gesehen einmal in seiner Laufbahn einen Hauptsignalfall. (reuters)

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40 dieser sogenannten Hauptsignalfälle gingen auf das Konto von SBB-fremden Transportunternehmen. 2004 waren noch 27 solche Fälle auf Drittfirmen zurückzuführen. Gemäss Ginsig legen diese Drittunternehmen 10 Prozent aller auf Schweizer Schienen geleisteten Kilometer zurück.

Weshalb der Unterschied zwischen den SBB-Lokomotivführern und den anderen so gross ist, ist bei der Bahn unbekannt. Der SBB-Sprecher unterstrich, dass die Zahl der Hauptsignalfälle seit Jahren in etwa gleich hoch ist, obwohl ständig mehr Kilometer auf dem Schienennetz erbracht werden.

Ginsig erklärte, dass statistisch jeder Schweizer Lokführer einmal in seiner Laufbahn einen Hauptsignalfall begeht. Die Fehlerkultur der SBB verlange, dass jeder Fall individuell abgeklärt und aufgearbeitet werde. Der betreffende Lokführer werde zu einem Gespräch mit seinem Vorgesetzten bestellt.

Wie Ginsig ausführte, verfügt das Schienennetz über Zugsicherungssysteme. Sie lösen jeweils eine Schnellbremsumg aus. Das System Signum reagiert nach einem überfahrenen Signal. Das Zugssicherungssystem ZUB warnt im Führerstand bereits, sobald es merkt, dass vor einem Haltesignal kein Bremsmanöver eingeleitet wird. In der Folge leitet es eine Bremsung ein. Mit dem ZUB sind alle kritischen Abschnitte ausgerüstet.

(sda/hues)