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Viele Windenergieprojekte stehen vor dem Aus

Mittwoch, 30. April 2008, 19:43 Uhr, Aktualisiert 01.05.2008, 8:52 Uhr

Windparks rentieren nicht mehr

Windenergie boomt in der Schweiz: Zurzeit sind über 100 Windturbinen in Planung. Doch Recherchen von «10vor10» zeigen, dass die meisten Projekte sich nicht kostendeckend betreiben lassen und damit vor dem Aus stehen.

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Bundesrat gefährdet Windenergieprojekte

Das Konzept Windenergie des Bundesamtes für Energie, das 28 Standorte für Windparks vorsah, lässt sich kaum mehr umsetzen. Dies bestätigt Michael Kaufmann, Vizedirektor des Bundesamtes für Energie. «Mit den heutigen Rahmenbedingungen fallen drei Viertel der Standorte weg.»

Den Boom in der Windbranche hatte die Ankündigung des Bundes ausgelöst, Windstrom zukünftig mit 25 Rappen pro Kilowattstunde abzugelten. Diesen Tarif hat der Bundesrat diesen Frühling aber überraschend um einen Fünftel auf 20 Rappen gesenkt.

Damit sind Windkraftwerke nur noch an wenigen Standorten mit sehr guten Windverhältnissen rentabel. Kommt hinzu, dass die hohen Rohstoffpreise und die grosse Nachfrage auf dem Weltmarkt, die Preise für Turbinen massiv in die Höhe treiben.

Auch der Stromgigant BKW-FMB AG, dessen Tochterfirma Juvent SA auf dem Mont Crosin den heute grössten Windpark der Schweiz betreibt, spricht von einem Rückschlag für die Windenergie. BKW-Geschäftsleitungsmitglied Martin Pfisterer bedauert: «Wir sind enttäuscht von diesem Bundesratsentscheid.»

Ab morgen, 1.5.2008, läuft die Anmeldefrist für Windenergie-Produzenten, die trotz der verschlechterten Bedingungen von der Förderung des Bundes profitieren wollen. Bezahlt wird der Einspeisetarif ab dem 1.1.2009.

(10vor10/hesa)

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