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International

DNA bestätigt Vaterschaft von Josef Fritzl

Dienstag, 29. April 2008, 10:00 Uhr, Aktualisiert 30.04.2008, 11:19 Uhr

Offenbar wegen Sexualdeliktes vorbestraft

Im Fall des Inzestverbrechens von Amstetten ist die Vaterschaft geklärt. DNA-Tests haben bewiesen, dass der Vater der sechs im Keller geborenen Kinder Josef Fritzl ist. Dies gab die österreichische Polizei bekannt. Offenbar soll er bereits wegen eines Sexualdeliktes in den 60er-Jahren vorbestraft sein.

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Verdacht im Inzest-Drama

Der 73-jährige Josef Fritzl ist unterdessen einer Haftrichterin vorgeführt worden. Diese ordnete Untersuchungshaft an. Laut Aussagen seines Verteidigers will der Beschuldigte «dagegen keine Haftbeschwerde einlegen». In 14 Tagen wird über eine Verlängerung der U-Haft bis zum Abschluss der Ermittlungen entschieden.

Gemäss Zeitungsberichten ist der Täter wegen eines Sexualdelikts vorbestraft gewesen. Danach soll er in den 60er-Jahren versucht haben, eine Frau in Linz zu vergewaltigen. Außerdem soll er bereits in zwei Fällen wegen Brandstiftung angeklagt worden sein. Stimmt dies, müssen sich die österreichischen Behörden gegen neue Vorwürfe wehren.

Die österreichischen Behörden wiesen unterdessen jegliche Mitverantwortung zurück. Mitarbeitern des Jugendamts sei bei Hausbesuchen nichts aufgefallen, sagte der Amstettener Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze.

Josef Fritzl war den Angaben zufolge bei den Besuchen meist nicht anwesend gewesen. Zusammen mit seiner Frau hatte er aber an zahlreichen Veranstaltungen für Pflegeeltern teilgenommen.

Lenze sagte, die Behörden hätten den Eindruck gehabt, dass alle Pflegekinder normal entwickelt seien und gut betreut würden. Auch die Nachbarn hätten nie einen Verdacht geäussert. Ohne Verdacht sei aber eine Hausdurchsuchung nicht möglich.

Es gebe auch keine Hinweise, dass die Ehefrau Fritzls an der Straftat beteiligt gewesen sein könnte. Auch sei den Geschwistern von Elisabeth nichts aufgefallen. Fritzl und seine Frau haben insgesamt sieben gemeinsame Kinder.

Nach der als vermisst gemeldeten Elisabeth Fritzl sei mit allen Mitteln gefahndet worden. «Ein derartiges Verbrechen wäre bis vor wenigen Tagen undenkbar gewesen», sagte Lenze.

Der geständige Täter machte bei seiner Einlieferung in die Justizanstalt St. Pölten am Montag einen «sehr ruhigen und gefassten Eindruck», wie der Leiter der Anstalt, Günther Mörwald, gegenüber dem Nachrichtensender N24 erklärte. Der 73-jährige Fritzl habe «nicht schuldbewusst» gewirkt.

Nach ersten Abklärungen durch einen Psychiater und einen Psychologen sei er nicht akut suizidgefährdet. Fritzl wurde den Angaben zufolge in einer Zweier-Zelle untergebracht. Einen grösseren Haftraum haben wir aus bestimmten Gründen nicht gewählt, um auch dem Schutzbedürfnis des Herrn Fritzl nachkommen zu können», sagte Mörwald.

«Es ist generell so, dass Sittlichkeitstäter einen sehr schweren Stand in der Justizanstalt haben, und dass wir diesbezüglich besonders gefordert sind, für die Sicherheit dieser Insassen zu sorgen.»

Fritzl hat am Montag zugegeben, seine heute 42-jährige Tochter Elisabeth 24 Jahre lang gegen ihren Willen im Keller seines Hauses gefangen gehalten, immer wieder geschlagen und vergewaltigt zu haben.

Aus der Inzest-Beziehung mit Elisabeth sind sieben Kinder hervorgegangen: Eines starb, drei nahm er unter Lügen bei sich auf, drei weitere wurden im Kellerverlies gefangen gehalten.

Mehr als 200 Menschen haben am Dienstag in Amstetten mit einer Mahnwache ihre Verbundenheit mit den Opfern des Inzest-Falls in der Stadt und ihre Entsetzen über die Taten zum Ausdruck gebracht. Die Teilnehmer der Veranstaltung hatten sich bei strömendem Regen mit Kerzen auf dem Hauptplatz von Amstetten versammelt.

Der ansässige Pfarrer sagte in einer Ansprache, es gelte in den nächsten Taten näher zusammenzurücken. Die Bevölkerung sei nun gefordert, «zu helfen und solidarisch zu sein.»

(ap/sda/schj)

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J. Simon, erlach

Verfasst am: 30.4.2008 1:12

"unmögliches möglich"

Auf eine unvorstellbare Art hat der Mann... mehr

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