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Inzest-Fall: Josef F. beichtet Schandtaten

Montag, 28. April 2008, 10:30 Uhr, Aktualisiert 29.04.2008, 4:31 Uhr

73-Jähriger hat auch Babyleiche verbrannt

Im österreichischen Inzest-Fall hat der Tatverdächtige Josef F. den Grossteil seiner Taten eingeräumt. Er gibt zu, seine Tochter 24 Jahre gefangen gehalten und mit ihr sieben Kinder gezeugt zu haben. Er habe auch die Leiche eines Babys verbrannt. Der furchtbare Fall ist nach Angaben der Polizei weitgehend aufgeklärt.

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Erschütternder Fall von Missbrauch

Der mutmassliche Täter habe den Kriminalbeamten gegenüber gestanden, seine Tochter mit 18 Jahren gegen Ihren Willen in den Keller gesperrt und sie mehrmals missbraucht zu haben, sagte der Leiter der Kriminalpolizei Niederösterreich, Franz Polzer. Der 73-Jährige soll nun weiter befragt und dann dem Haftrichter vorgeführt werden. Laut der Polizei kann ein Mittäter ausgeschlossen werden.

Als «Ergebnis dieser fortwährenden Verbrechen» seien Kinder entsprungen, sagte Polzer. Nach seinen Angaben hatte der Mann seine Tochter gezwungen, einen Brief zu schreiben, der sein eigenes Lügenkonstrukt stützen sollte. Sie habe schreiben müssen, dass sie ihre Kinder freiwillig in die Obhut ihrer Eltern gegeben habe. Er behauptete, dass die Tochter in einer Sekte lebe und die Kinder vor seiner Tür abgelegt habe, weil sie sich nicht um sie kümmern könne, sagten die Ermittler

Zudem habe der mutmassliche Täter seine Tochter in der Öffentlichkeit als einen schlechten Menschen darstellen wollen, der seine Kinder einfach aussetzt und den Grosseltern überlässt. «Der hat alle getäuscht», so Polzer.

Der Geständige habe 24 Jahre lang ein Doppelleben geführt. Mit seiner Ehefrau habe er sieben Kinder gehabt. Aus der Inzest-Beziehung mit seiner heute 42 Jahre alten Tochter seien ebenfalls sieben Kinder hervorgegangen, wobei eines bei der Geburt gestorben ist. Die Leiche des Babys habe er im Heizofen verbrannt. Dies habe der 73-Jährige zugegeben.

Nach Auskunft der Polizei habe niemand sonst Zugang zu dem Keller-Verlies gehabt. Die Frau des mutmasslichen Täters sowie andere Familienmitglieder hätten von den Vorgängen im Kellerverlies nichts mitbekommen. Für die Frau des 73-jährigen Tatverdächtigen sei eine Welt zusammengebrochen.

Sein Opfer sowie die aus der inzestuösen Beziehung entstandenen Kinder habe der Verdächtige mit Nahrung und dem Notwendigsten versorgt. Drei der Kinder waren jahrelang im Kellerverlies eingesperrt. Sie sind seit ihrer Geburt in völliger Isolation festgehalten worden und hätten nie das Tageslicht gesehen, sagten die Ermittler. Drei weitere lebten bei den Grosseltern im selben Haus.

Die Räume im Keller seien schmal und zum Teil nur 1,70 Meter hoch. Der Verdächtige habe den Zugang hinter Regalen im Keller versteckt und die Stahlbetontür mit einem elektronischen Code gesichert. Der Eingang zum Keller befindet sich im Garten hinter dem Haus.

Die 42-Jährige und zwei ihrer Kinder sind den Angaben der Polizei zufolge von der Öffentlichkeit abgeschirmt in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Eine 19-jährige Tochter, die auch im Keller gefangen gehalten wurde, ist seit mehreren Tagen mit einer lebensgefährlichen Erkrankung in einem Krankenhaus in Behandlung. Sie litt unter einem Krampfanfall ausgehend vom Gehirn, erklärte ihr Arzt Elbert Reiter. Nun liegt sie im Koma.

Um Informationen über die Krankheit zu erhalten, hatten die Ärzte über die Medien nach der Mutter der jungen Frau gesucht. Nach einem Hinweis wurden der 73-jährige Verdächtige und die 42-jährige Frau in der Nähe des Krankenhauses aufgegriffen.

Die Tageszeitung «Österreich» warf den Behörden «Blindheit» vor. Sie seien wie beim Fall Natascha Kampusch unfähig gewesen, die Gefangenschaft von Elisabeth F. früher aufzudecken. Es sei das «schlimmste Verbrechen aller Zeiten» in Österreich. Das Boulevard- Blatt «Kronen-Zeitung» bezeichnete Josef F. als «Bestie».

(ap/sda/widb)

Kommentare aktiv...

R. Bolliger, Orpund

Verfasst am: 29.4.2008 10:15

Typisch!

Herr (oder Frau) Frey steht kaum alleine mit... mehr

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T. Frey, Seengen

Verfasst am: 29.4.2008 9:53

Kein Persönlichkeitsschutz für Unmenschen

Ich bin sehr ungehalten darüber, dass SF1 in der... mehr

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F. Nanni, Schagen, SA

Verfasst am: 28.4.2008 22:03

erstunken und erlogen...

... ist doch, dass die Angehoerigen im gleichen... mehr

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