International
Der Leidensweg der Elisabeth F.
Im Alter von elf Jahren zum ersten Mal missbraucht
Das Martyrium der heute 42-jährigen Elisabeth F. begann bereits in den 70er-Jahren. Als das Mädchen elf war, wurde es nach eigenen Angaben zum ersten Mal vom Vater missbraucht.
Artikel bewerten
Artikel teilen
1984 lockte Josef F. seine damals 18-jährige Tochter in den Keller, nachdem sie zum zweiten Mal von zu Hause ausgerissen war, wie der ORF berichtete. Sie sei betäubt, mit Handschellen gefesselt und eingesperrt worden.
Am 29. August 1984 wurde Elisabeth als vermisst gemeldet. Einen Monat später tauchte laut Polizei ein Brief auf, in dem die junge Frau ihre Eltern bat, nicht nach ihr zu suchen.
In den folgenden Jahren zeugte Josef F. mit Elisabeth sieben Kinder. Die älteste Tochter ist heute 19 Jahre alt, der älteste Sohn 18.
Im Mai 1993 wurde im Haus der Familie F. ein neun Monate altes Baby gefunden. In einem manipulierten Begleitbrief bat Elisabeth F. um Hilfe, weil sie sich nicht um das Kind kümmern könne.
Nach Behördenangaben wurde das Schreiben graphologisch untersucht, die Handschrift sei eindeutig der Tochter zugeordnet worden. Die Grosseltern beantragten die Adoption des Kindes, der Antrag wurde bewilligt.
Im Dezember 1994 wurde ein weiteres Kind, ein zehn Monate altes Mädchen, an der gleichen Stelle abgelegt. Wiederum gab es einen Brief der Mutter mit einer vermeintlichen Bitte um Unterstützung.
Im Jahr 1986 brachte Elisabeth F. in ihrem Gefängnisverlies Zwillinge zur Welt. Eines der Babys starb ihren Angaben zufolge wenige Tage nach der Geburt, weil es nicht ordnungsgemäss versorgt wurde. Josef F. räumte im Polizeiverhör ein, die Leiche des Kindes im Heizofen verbrannt zu haben.
Das dritte Kind, das bei Josef F. und seiner Frau aufwuchs, wurde im August 1997 gefunden. Es war ein 15 Monate alter Junge. Auch in diesem Fall legten die Grosseltern ein Schreiben ihrer Tochter vor.
Das jüngste Kind von Elisabeth F. ist fünf Jahre alt. Wie seine heute 18 und 19 Jahre alten Geschwister musste der Junge sein Dasein bislang in dem Kellerverlies fristen.
Am 19. April dieses Jahres wurde die 19-jährige Tochter von Elisabeth F. mit mysteriösen Krankheitssymptomen ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie noch immer auf der Intensivstation liegt.
Die Medien veröffentlichten einen Aufruf der Behörden an die Mutter, sich zu melden. Der ORF berichtete, Elisabeth F. habe ihren Vater offenbar so lange bedrängt, bis er am Samstag mit ihr ins Krankenhaus fuhr. Dort sei Josef F. festgenommen worden.
(ap/widb)
Meldungen im Tagesverlauf
- UNO-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Syrien
- Frankreich entgeht Blamage
- Nati-Rating: Rekordnote für Derdiyok
- Cannes: Goldene Palme für Michael Hanekes «Liebe»
- Polizei-Sondereinheiten gegen kriminelle Ausländer
- 3. Champions-League-Sieg für Kiel
- Roddick bereits ausgeschieden
- Van Berkel im Final chancenlos
- Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
- Song Contest 2013 in Schweden: Das Datum steht fest
- Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
- Spanien ohne Soldado
- Nils Haller in beiden Gerätefinals Siebter
- Federer am Montagmittag gegen Kamke
- Erneut afghanische Zivilisten bei Nato-Luftangriff ums Leben gekommen
- Hesjedal gewinnt 95. Giro-Ausgabe


Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Polizei-Sondereinheiten gegen kriminelle Ausländer
UNO-Sicherheitsrat verurteilt Massaker in Syrien
Cannes: Goldene Palme für Michael Hanekes «Liebe»
Papst-Kammerdiener drohen 30 Jahre Haft
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Bankia und Katalonien am Bettelstab
FDP-Präsident: Kampfansage gegen Gripen-Kauf





















