Inhalt

Wohnen auch dieses Jahr teurer

Dienstag, 22. April 2008, 17:44 Uhr, Aktualisiert 17:45 Uhr

Anstieg fällt aber geringer aus

Wohnen wird in der Schweiz gemäss einer Studie auch in diesem Jahr teurer. Allerdings wird sich der Preisauftrieb abschwächen, am stärksten bei den Einfamilienhäusern.

Aussenansicht eines Hauses; davor ein Schild mit der Aufschrift «zu vermieten».
Ein Dach über dem Kopf kostet auch 2008 mehr. (keystone)

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Das Zürcher Beratungsbüro Wüest & Partner zeichnet in dem «Immo-Monitoring» das Szenario einer sanften Landung für den Schweizer Immobilienmarkt. Bei den Mietwohnungen sei vor allem wegen der anhaltenden Zuwanderung von Ausländern noch kein Trend in Richtung Preisstabilität zu erkennen.

Die Marktmietpreise dürften im landesweiten Durchschnitt im laufenden Jahr um 2,1 Prozent steigen, verglichen mit 2,6 Prozent im Jahr 2007 und 3,1 Prozent im Schnitt der letzten fünf Jahre. Die stärkste Mietpreisteuerung wird für den Genferseeraum mit 3,2 Prozent vorausgesagt.

Weniger stark ist der erwartete Preisanstieg in den anderen Immobiliensegmenten. Bei den Eigentumswohnungen dürfte er sich im Landesmittel von 2,4 auf 1,5 Prozent verlangsamen, wobei der Genferseeraum und die Südschweiz den stärksten Auftrieb von 3,1 beziehungsweise 2,7 Prozent erwarten.

Im Arc Lemanique waren die Preise für Eigentumswohnungen letztes Jahr allerdings noch viel stärker in die Höhe geschossen, nämlich um 7,1 Prozent. Bei den Einfamilienhäusern wird sich die Teuerung laut der Studie in diesem Jahr auf 1,1 Prozent halbieren.

Im Genferseeraum wird dabei ein abrupter Stopp vorausgesagt. Hatten die Angebotspreise 2007 einen massiven Sprung von 14,6 Prozent nach oben gemacht, erwarten die Wüest-Experten für 2008 stabile Preise. Eine deutliche Verlangsamung von 3,5 auf 1,7 Prozent Teuerung wird auch im Raum Zürich erwartet, während im Tessin nach dem Preisnachlass um 2,8 Prozent im Jahre 2007 wieder eine Verteuerung um 2,2 Prozent angesagt ist.

Die Subprime-Krise dürfte den Schweizer Immobilienmarkt nur geringfügig beeinflussen; Anzeichen für einen Crash sind nicht auszumachen.

(sda/schl)